Kreisbauernschaft Wesel: QS muss schlank bleiben Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. Juni 2010
Praktiker sind über wachsenden Bürokratieaufwand bei QS besorgt.

Praktiker sind über wachsenden Bürokratieaufwand bei QS besorgt.

In einer Mitgliederbefragung der Kreisbauernschaft Wesel hat eine überwältigende Mehrheit von 91,55 % der teilnehmenden Landwirte ihre Unzufriedenheit über einen wachsenden Bürokratieaufwand durch „Aufsatteln“ immer neuer Kriterien im Rahmen von Qualitätssicherungssystemen wie etwa QS zum Ausdruck gebracht.

Dies gilt insbesondere für den Schweinebereich. Kritisiert wird die weit über nationale Vorschriften hinaus gehende Vorgaben zur Ferkelkastration, die ab 2011 sogar zum K.O.-Kriterium werden sollen, die jüngste Verschärfung der Bewertungsmatrix oder überzogene Folgeaudits. Nach Auffassung der Arbeitsgruppe „Schweine“ der Kreisbauernschaft Wesel sind daher weitere Verschärfungen ohne eingehende vorherige Meinungsbildung in der Praxis abzulehnen. Zudem sollten gerade wirtschaftsgetragene Kontrollsysteme wie QS schlank und praxisnah aufgestellt sein und das eigene System einer kritischen Kontrolle im Hinblick auf den bürokratischen Aufwand unterziehen. Im Vordergrund muss wieder die glaubhafte Erzeugung gesunder Lebensmittel stehen und nicht Form und Umfang einer ausufernden Dokumentation!

 

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