Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Rationen Sauen

CCM und Körnermais für Sauen geeignet Digital Plus

Körnermais oder CCM lässt sich hervorragend an Sauen verfüttern. Aufgrund des geringen Rohfasergehaltes verbunden mit einem hohen Energiegehalt im Körnermais sind für tragende Sauen nur Beispiele mit CCM aufgelistet. Für säugende Sauen sind wegen des höheren Energiebedarfs in der Laktation Beispielmischungen mit CCM und Körnermais durchgerechnet worden. Tragende Sauen Für die Eiweiß- und Mineralstoffergänzung bei den tragenden Sauen wurden Mischungen mit Sojaextraktionsschrot, eiweißreichem Ergänzer und Ergänzungsfutter gewählt (Übersicht 5). Mit den eingesetzten Mineralfuttern und Ergänzern wird allen Futtermischungen Zusatzphytase zugeführt. Diese ermöglicht eine höhere Verwertung des organisch gebundenen Phosphors in den pfl anzlichen Komponenten. Eine weitere Differenzierung der sechs Beispielmischungen erfolgt durch unterschiedlich hohe Mischungsanteile beim CCM. Mit allen Mischungen lässt sich das angestrebte Energieniveau von 12 MJ ME je kg Tragefutter sicher errei

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für SUS Abonnenten

Ich kenne meine Anmeldedaten

Email-Adresse oder Benutzername
Passwort
Körnermais oder CCM lässt sich hervorragend an Sauen verfüttern. Aufgrund des geringen Rohfasergehaltes verbunden mit einem hohen Energiegehalt im Körnermais sind für tragende Sauen nur Beispiele mit CCM aufgelistet. Für säugende Sauen sind wegen des höheren Energiebedarfs in der Laktation Beispielmischungen mit CCM und Körnermais durchgerechnet worden. Tragende Sauen Für die Eiweiß- und Mineralstoffergänzung bei den tragenden Sauen wurden Mischungen mit Sojaextraktionsschrot, eiweißreichem Ergänzer und Ergänzungsfutter gewählt (Übersicht 5). Mit den eingesetzten Mineralfuttern und Ergänzern wird allen Futtermischungen Zusatzphytase zugeführt. Diese ermöglicht eine höhere Verwertung des organisch gebundenen Phosphors in den pfl anzlichen Komponenten. Eine weitere Differenzierung der sechs Beispielmischungen erfolgt durch unterschiedlich hohe Mischungsanteile beim CCM. Mit allen Mischungen lässt sich das angestrebte Energieniveau von 12 MJ ME je kg Tragefutter sicher erreichen. Um ein ausreichendes Angebot an pfl anzlichen Strukturstoffen zu gewährleisten, muss allerdings eine Ergänzung mit einem Fasermix erfolgen. Damit ein T-Gehalt von 25 % im Fließfutter erreicht wird, sind den Rationen je kg Grundmischung Wassermengen zwischen 1,85 und 2,1 kg zuzumischen. Bei einem Energieangebot von 3,45 bis 3,50 MJ ME je kg Fließfutter ist den nieder- bzw. hochtragenden Sauen für die Grundversorgung an Nähr-, Mineral- und Wirkstoffen 7,6 bis 9 kg Fließfutter je Tag anzubieten. Zuschläge von bis zu 4 kg Fließfutter sollten bei Sauen mit unzureichenden Konditionszustand während der niedertragenden Phase bis zum 85. Trächtigkeitstag erfolgen. Bei einem auf die Grundversorgung der Sauen ausgerichteten Futterangebot kann mit einem CCM-Verbrauch von rund 2,4 bis 4,0 dt je Sau und Jahr in der Tragezeit kalkuliert werden. Wird der Verbrauch in der Laktation von 2,5 bis 3,5 dt hinzugerechnet, errechnet sich ein kalkulatorischer Gesamt-CCM-Verbrauch von 5,5 bis 7,5 dt. Säugende Sauen Aufgrund des höheren Eiweiß-, Mineral- und Wirkstoffbedarfs in der Laktation sind die Anteile der ausgewählten Ergänzungsfutter bei den „Säuge-Mischungen“ in Übersicht 6 erhöht worden. In allen Mischungen wird das anzustrebende Energieniveau von 13 MJ ME je kg Futter erreicht. Die Lysinvorgaben von mindestens 0,9 % werden ebenfalls erfüllt. Bei dem niedrigen Rohfasergehalt von nur 3,1 % bezogen auf 88 % T im eingesetzten CCM muss auch in Laktationsmischungen eine angemessene Ergänzung von Faserstoffen erfolgen, um die Verdauungsvorgänge zu unterstützen bzw. zu stabilisieren. Dabei ist zu empfehlen, dass in den Trage- und Säugemischungen die gleichen Faserträger zum Einsatz kommen. Die Futterumstellung wird so erleichtert. Durch den Einsatz von CCM bzw. Körnermais werden sowohl in den Trage- als auch in den Säugemischungen sehr geringe Gesamt-Phosphorgehalte erreicht. Der Flächenbedarf kann damit erheblich gesenkt werden. Bei diesen knapp kalkulierten Größenordnungen muss jedoch besonders bei den Säugemischungen überprüft werden, ob das Angebot an verdaulichem Phosphor den Bedarf hinreichend abdeckt. Mit 0,34 bis 0,35 % verdaulichem Phosphor werden die Anforderungen an das Säugefutter in den Beispielmischungen erfüllt. Dr. Gerhard Stalljohann, Josef Möllering, Landwirtschaftskammer NRW