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Fliegen als Krankheits-Überträger nicht unterschätzen!

Fliegen
Die Fliegen im Griff zu halten, fällt bei Haltung auf Stroh noch schwerer.

Fliegen sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheitserreger übertragen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die im Rahmen von SafeGuard durchgeführt wurde, einem Projekt, das von der Forschungsplattform Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung (GIQS) koordiniert wird. Laut GIQS hat die Uni Düsseldorf im Rahmen einer Studie das Auftreten und die Übertragungswege von bakteriellen Erregern ermittelt, die alle schwere Darmentzündungen bzw. bedrohliche Durchfälle herbeiführen könnten. Dazu seien von den Forscher Fliegen in der Nähe von Naherholungsstätten, Badeseen, auf Hundewiesen sowie in der Nähe von Ställen gefangen und untersucht worden.
Die Ergebnisse: Bakterien der Campylobacter-Gruppe seien weniger häufig nachgewiesen worden, als man im Vorfeld vermutet habe. Allerdings habe man eine ganze Reihe nicht weniger gefährlicher Keime identifiziert. Neben einigen Schimmelpilzen hätten die Wissenschaftler in etwa der Hälfte der Fliegenproben Enteropathogene-Escherichia-coli (EPEC)-Bakterien gefunden. Auch die 2011 unter anderem in Deutschland und den Niederlanden epidemisch aufgetretenen Enterohämorrhagischen Escherichia-Coli-(EHEC)-Bakterien seien in einigen Proben nachgewiesen worden. Hinzu komme eine ganze Reihe von Parasitenstadien, darunter häufig Cryptosporidien, sowie die Eier von Fadenwürmern, die alle zu Darmentzündungen und Durchfällen führen könnten.
Die vorliegenden Ergebnisse sind laut Darstellung von GIQS besorgniserregend, zumal der Kontakt von Menschen zu Fliegen weitaus häufiger vorkomme, als man es sich vorstelle. So könnten Fliegen schnell zu Vektoren für Krankheiten und letztlich auch für Antibiotikaresistenzen werden. Die Kontrolle von Fliegenpopulationen sollte daher bei Mast- und anderen Lebensmittel verarbeitenden Betrieben mit besonderer Aufmerksamkeit durchgeführt werden, so die GIQS-Empfehlung. Zudem forderten die Forscher, Kot schnellstens zu entfernen. Gerade Kot sei eine ideale Brutstätten für Fliegen. Aus 1 g Kot könne bei warmer Witterung innerhalb weniger Tage fast 1 g Fliegenmaden entstehen. (AgE)
 

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