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Niedersächsische FDP fordert Neubau eines Sauenforschungstalles

Sau wird in Abferkelbucht getrieben.
Haltungssysteme für Sauen sollen besser evaluiert werden.

Die FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag macht sich für den Neubau eines Forschungs- und Ausbildungsstalles zur Haltung von Sauen an der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover stark. „Wir brauchen diesen Forschungsstall, um in der aktuellen Diskussion zum Tierwohl belastbare Aussagen zu erhalten“, erklärte der FDP-Abgeordnete Hermann Grupe vergangene Woche bei der Beratung eines entsprechenden Antrages seiner Fraktion im Landtag. Derzeit fehle es am Forschungsstandort Deutschland an einer vergleichbaren Ausbildungs- und Forschungsstätte. Für die niedersächsischen Landwirte seien die Sauenhaltung und Ferkelaufzucht in den letzten Jahren ein schwieriges Geschäft gewesen. Allein zwischen 2006 und 2012 hätten mehr als die Hälfte der Betriebe die Sauenhaltung aufgegeben. Die Zahl der Betriebe sei von 6.200 auf weniger als 3.000 gesunken, stellte Grupe fest. Die durchschnittliche Besatzdichte sei gleichzeitig von 100 auf 190 Sauen pro Betrieb gestiegen. Der Liberale beklagte, dass es in der Europäischen Union derzeit ein Nebeneinander verschiedener Haltungssysteme gebe. Die Landwirte brauchten aber eine verlässliche Grundlage für Investitionsentscheidungen. „Eine tiergerechte Haltung von Nutztieren hat für große Teile der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Die Landwirte dürfen nicht allein gelassen werden, sondern brauchen Unterstützung durch wissenschaftliche Erkenntnisse“, betonte Grupe. (AgE)

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Praxistipp

Sauenstall

Wassersparende Tränke: Der Niederländer Twan Dirks hat 2014 einen neuen Sauenstall gebaut. Die Tränken im Wartestall sind so konzipiert, dass die Sauen gerade davorstehen müssen. So gelangt kaum Wasser in die Gülle.

Weitere Bilder aus dem Stall von Twan Dirks.