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China: ASP trifft 73.000er-Megabetrieb

Die Afrikanische Schweinepest grassiert weiter unter den chinesischen Schweinebeständen.

In China führt die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter zu dramatischen Schäden. So meldeten die Behörden Anfang des Jahres den Einbruch der Seuche in einer Großanlage mit 73.000 Schweinen. Der Mega-Betrieb in der nordöstlichen Provinzen Heilongjiang ist der größte ASP-Fall seit dem Erstausbruch der Seuche in der Volksrepublik. Der Betrieb in der Stadt Suihua City wurde erst im Jahr 2016 durch eine dänische Investmentgesellschaft in Produktion genommen. Die Anlage umfasst insgesamt 15.000 Zuchtsauen und erzeugt jährlich rund 385.000 Schlachtschweine.
Seit dem ersten Ausbruch der Schweinepest in China im August 2018 steigt die offizielle Zahl der gekeulten Betriebe damit auf mehr als 100 an, wie die Presseagentur Reuters meldet. Als Reaktion auf die anhaltenden Pestfälle hat Peking die Hygiene- und Transportbestimmungen weiter verschärft. Ein Fokus liegt dabei auf den Schlachtbetrieben. Diese sollen ab dem 1. Februar rund um die Uhr auf ASP-infizierte Schweine untersuchen. Treten ASP-Fälle im Schlachtbetrieb auf, muss dieser alle anwesenden Schweine keulen und entsorgen. Zudem muss der Schlachtbetrieb die Produktion für mindestens 48 Stunden unterbrechen und in dieser Zeit umfangreiche Reinigungs- und Hygienemaßnahmen umsetzen.
Für Aufsehen sorgte jetzt zudem der Fund eines ASP-infizierten Schweines, das an den Strand der zu Taiwan gehörenden Insel Kinmen Island angespült wurde. Die Insel liegt nur wenige km von China entfernt. Offenbar wurde das tote Hausschwein nach einem ASP-Fall arglos in ein Gewässer geworfen.