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DK: Angespülte Schweinekadaver nicht auf ASP getestet

Die ertrunkenen Wildschweinen wurden aufgrund ihrer unklaren Herkunft von den dänischen Behörden nicht auf ASP getestet.

Der Fund mehrerer toter Wildschweine an der dänischen Küste sorgt aktuell für viel Wirbel. So waren in den letzten Tagen insgesamt sieben vermutlich ertrunkene Wildschweine an die Südküste der Insel Ærø angespült worden. Diese liegt ungefähr 50 km östlich von Flensburg in der Ostsee. Die Kadaver wurden umgehend von der dänischen Katastrophenschutzbehörde eingesammelt und zu einem Entsorgungsunternehmen gebracht. Sie wurden allerdings nicht auf eine mögliche Infizierung mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) untersucht, wie das internationale Schweinefachmagazin PigProgress berichtet.

Dr. Stig Mellergaard vom dänischen Ministerium für Umwelt und Ernährung erklärte, dass die Tiere höchstwahrscheinlich nicht aus Dänemark stammten, da sich die sehr kleine nationale Wildschweinpopulation von circa 30 bis 40 Tieren derzeit im südlichen Jütland nahe der dänisch-deutschen Grenze aufhält. „Wir testen alle toten und geschossenen Wildschweine in Dänemark auf ASP, um unsere Seuchenfreiheit zu dokumentieren. Tiere unbekannter Herkunft zu testen, ist aber nur aus Sicht der Forschung interessant. Noch dazu müssten wir, wenn ein Test unerwartet positiv ausfällt, dies der Welt-Tiergesundheitsorganisation melden und wir würden unberechtigterweise unsere ASP-Freiheit verlieren“, so Dr. Mellergaard.

Der Biologe Morten Elmeros von der Universität Aarhus vermutet, dass die Tiere aus Polen oder Deutschland stammen. Der nächstgelegene ASP-Fall in einem Hausschweinebestand liegt Luftlinie rund 600 km vom Kadaverfundort entfernt in Nordpolen.