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Spielen Mücken bei der ASP-Übertragung eine Rolle?

In einer dänischen Studie wurde untersucht, ob Mücken die Afrikanische Schweinepest verbreiten können.

Der Deutsche Raiffeisen Verband (DRV) berichtete vergangene Woche über eine Studie der Technical University of Denmark zu der Fragestellung, ob die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch durch Stechmücken übertragen werden kann. Da das ASP-Virus in den betroffenen Regionen der baltischen Staaten überraschenderweise auch in Schweinezuchtbetrieben mit hoher Biosicherheit aufgetreten ist, stehen Stallfliegen in Verdacht, an der Ausbreitung beteiligt zu sein. Das Wissenschaftlerteam untersuchte eine Übertragung anhand der Gemeinen Stechfliege. Die untersuchten Schweine wurden mit in Futter beigemengten Fliegen gefüttert, welche vorher von kranken Tieren ernährt wurden. Im Ergebnis kann gesagt werden, dass die Gemeine Stechfliege an der Übertragung über kurze Distanzen, etwa innerhalb eines Betriebes, beteiligt sein kann. Diese Information ist vor dem Hintergrund der gesetzlich vorgeschriebenen Entwesung im Falle eines ASP-Ausbruchs von Bedeutung. Die Verbreitung über größere Distanzen konnte mit dieser Studie und der Gemeinen Stechfliege nicht geklärt werden. Jedoch gibt es Hinweise, dass größere Fliegenarten eine Rolle in der Verbreitung über größere Distanzen spielen können. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass unter Berücksichtigung ihrer Erkenntnisse das Übertragungspotenzial der Tabanidae (Bremsen) und anderer großer blutsaugender Insekten erforscht werden müsse. Die Studie finden Sie hier.