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IGS macht Schweinehaltung zum Thema im thüringischen Wahlkampf

Die IGS Thüringen hat unter den Landespolitikern eine Umfrage zur Zukunft der Schweinehaltung gemacht.

In Thüringen wollen sich alle Parteien nach der Landtagswahl aktiv für eine „zukunftsfeste Schweinehaltung“ im Land einsetzen. Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen (IGS) vergangene Woche mitteilte, ist das ein Ergebnis einer von ihr durchgeführten Befragung von Spitzenpolitikern und agrarpolitischen Sprechern der im Landtag vertretenen Parteien. „Wir sind mit dem Ergebnis unserer Umfrage bei den Landespolitikern in Thüringen weitgehend zufrieden“, resümierte IGS-Vorsitzender André Telle. Vorstandsmitglied Britta Becke bemängelte jedoch, dass „leider von allen Politikern klare Aussagen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Schweinehaltung und zur Erhaltung der Versorgungssicherheit mit regionalen Produkten fehlen“. Die Schweinehalter treibe nämlich die Sorge um, dass die regionale Selbstversorgung mit Schweinefleischprodukten, die schon unter 75 % liege, in den nächsten Jahren weiter sinken werde. Vorstandskollege Roland van Asten betonte, dass die Halter gerne bereit seien, mehr in das Tierwohl zu investieren. Doch herrsche derzeit eine sehr große Rechtsunsicherheit, denn Vorschriften, die heute gelten würden, könnten schon morgen wieder hinfällig sein. „Das ist für jeden, der einen Euro investiert, ein unüberschaubares Risiko“, monierte van Asten.

Das Bekenntnis zu einer zukunftsfesten Schweinehaltung ist für die stellvertretende IGS-Vorsitzende Kerstin Fröhlich erfreulich; nun sei man gespannt darauf, was sich die Politik konkret einfallen lasse. „Wir sind auf jeden Fall bereit, beratend zur Seite zu stehen“, erklärte sie. Große Hoffnung setzen die Schweinehalter auch darauf, dass sich die neue Landesregierung für eine ideologie- und vorurteilsfreie Aufklärung über die Landwirtschaft und Schweinehaltung in Kindergärten und Schulen einsetzen werde. Die Erzeuger sind laut IGS dazu bereit, sich an Besichtigungen, Workshops und Informationsaktionen zu beteiligen. Angesprochen wurde seitens des Verbandes auch das Thema der unübersichtlichen und verteilten Zuständigkeiten für Tierhaltung und Tierschutz in den Thüringer Ministerien. AgE