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NL: Empfehlungen zur Kreislaufwirtschaft schocken Schweinehalter

Die niederländische Agrarministerin Carola Schouten muss die nationalen Emissionsvorgaben und die Interessen der Landwirte zusammenbringen.

Auf scharfe Kritik in der Agrarbranche ist der jetzt veröffentlichte Bericht der „Arbeitsgruppe Wettbewerbsfähigkeit“ gestoßen, die die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten bei der Umsetzung ihrer Politik für eine „Kreislauflandwirtschaft“ beraten soll. Der niederländische Bauernverband (LTO), der Junglandwirteverband (NAJK) und der Verband der niederländischen Schweinehalter (POV) zeigten sich vor allem besorgt, dass dem Bericht zufolge Geld aus den Töpfen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) national überwiegend für die Umsetzung der Kreislauflandwirtschaft eingesetzt werden soll. Dadurch würden Wettbewerbsverzerrungen entstehen, weil diese Finanzmittel in allen anderen EU-Ländern weiterhin vor allem für die direkte Einkommensstützung eingesetzt würden.

In dieselbe unerwünschte Richtung würden nach Einschätzung der Verbände die von der Beratungsgruppe der Ministerin vorgeschlagenen Abgaben für belastende Emissionen der heimischen Agrarproduktion und von entsprechenden Importerzeugnissen wirken.

Kopfschmerzen bereitet den Verbänden außerdem die Empfehlung der Arbeitsgruppe der Ministerin, sich bei der Anpassung von Normen an den oberen 10 % der Betriebe zu orientieren, die die Vorgaben nach „unstrittigen“ Kriterien am besten einhielten. Die Verbände befürchten, dass die Haager Regierung durch diesen Ansatz ermutigt werden könnte, die Vorgaben so anzupassen, dass 90 % der Betriebe diese nicht einhalten könnten. Stattdessen gelte es, aus den vielen bereits laufenden Pilotprojekten zur Umsetzung der Kreislauflandwirtschaft zu lernen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors müsse Priorität haben, betonten LTO, NAJK und POV. So formuliere die Arbeitsgruppe richtig: „Du kannst nicht grün handeln, wenn du rote Zahlen schreibst“. AgE