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NRW lässt Gülleanalyse mit NIRS zu

Der NIRS-Sensor lässt sich am Güllefass integrieren.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt die neu auf dem Markt befindlichen Geräte zur Gülleanalyse mit Hilfe der Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) gemäß Düngeverordnung zugelassen. Damit steht den Landwirten in NRW neben der bisherigen Analyse der Gülle im Labor und der Arbeit mit Richtwerten jetzt ein drittes Verfahren zur Verfügung. Mit den neuen Vollzugshinweisen für die Dünge-Vo hat Düsseldorf alle DLG-zertifizierten Sensortechniken zugelassen. Hierzu gehören die vier Hersteller John Deere, Zunhammer, MUT und Kaweco. Voraussetzung für den Einsatz der NIRS-Technik ist eine regelmäßige Aktualisierung der Kalibrierung nach Herstellerangaben. Dies kann zum Beispiel durch einen Wartungsvertrag erfolgen. Die großen Vorteile der NIRS-Technik sind die schnelle und günstige Messung der Nährstoffgehalte und die exaktere Ausbringung der Gülle.
Die Sensoren sind als transportable Andock-Station auf dem Betrieb oder als mobile Variante auf dem Ausbringungsfass verfügbar. Aufgrund der hohen Kosten von rund 40.000 € eignet sich die NIRS-Technik vor allem für den überbetrieblichen Einsatz. Wobei die Zertifizierung bisher die Analyse auf Gesamtstickstoff und Ammoniumstickstoff umfasst. Bei späteren DLG-Tests streben die Hersteller an, auch das Phosphat in die Zertifizierung zu integrieren.
Praktische Erfahrung mit dem neuen NIRS-Sensor lesen Sie in der SUS 5-2018 im Beitrag:
Nährstoff-Sensor am Güllefass