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Schwarz: Endlich Antworten auf die K-Fragen liefern

Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, hat auf die offenen Zukunftsfragen in der Sauenhaltung hingewiesen.

Die Klärung der drängenden Fragen zu Kastration, Kastenständen und Schwänzekupieren hat der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, von der Politik gefordert. Ansonsten gehe die Sauenhaltung in Deutschland „über den Deister“, erklärte Schwarz vergangen Woche auf dem Landwirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken (VR) in Neumünster. Zu Flexibilität und Experimentierfreude seien Landwirte grundsätzlich nur dann in der Lage, wenn dafür ausreichend finanzielle Puffer vorhanden seien. Mit Blick auf die Förderung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) konnte der Landesbauernchef allerdings keine gute Prognose abgeben. Es sei davon auszugehen, dass in der nächsten Förderperiode weniger Geld bereitgestellt werde. Gleichzeitig hob Schwarz die Kosten für die Einhaltung der EU-Umweltstandards hervor. Laut einer Studie aus dem Herbst 2017 betrügen diese bereits jetzt mehr als 300 Euro/ha. Optimistischer zeigte sich der Verbandspräsident hingegen hinsichtlich der Akzeptanz der Landwirtschaft in der Gesellschaft. „Die Welle des Gegenwinds hat ihren Höhepunkt überschritten“, so Schwarz. Das liege auch daran, dass die Leitmedien genauer nachfragten und die Informationen der Nichtregierungsorganisationen nicht mehr ungeprüft als Wahrheit ansähen. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht attestierte dem Agrarsektor dagegen eine „Wahrnehmungsschwierigkeit“. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass das Risiko in der Lebensmittelkette nicht nach unten durchgereicht werde. Die Bauern sieht der Grünen-Politiker in der Verantwortung, für Transparenz zu sorgen und den Verbraucher „mitzunehmen“. Dieser müsse verstehen, wie die Betriebe heute funktionierten. Was die Tierhaltung in Schleswig-Holstein betrifft, macht Albrecht regional noch Wachstumspotential aus. Fördermittel müssten künftig verstärkt qualitativ für Gemeinwohlleistungen ausgegeben werden. AgE