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Schweinefachtagung NRW: Digitalisierung und Tiergesundheit im Fokus

Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht.

Die Schweinefachtagung NRW legte dieses Jahr den Schwerpunkt auf die Digitalisierung. Dass die von den Unternehmen Topigs Norsvin, Erzeugerring Westfalen, IQ-Agrar und Bröring Unternehmensgruppe organisierte Veranstaltungsreihe damit ein aktuelles Thema aufgriff, zeigte die große Teilnehmerzahl in Warendorf und Legden.

Neben dem enormen Potenzial, welches die Digitalisierung für Schweinehalter bietet, ging IQ-Agrar-Geschäftsführer Peter Schwaer in seinem Vortrag auch auf die Datensicherheit ein. Hier gab er unter anderem zu bedenken, dass die Big Player der Digitalbranche, wie Google und Microsoft, die gesammelten Daten eines Betriebes auch für andere Zwecke nutzen könnten.

Johannes Efker stellte den Anwesenden das digitale Agrarbüro top farmplan vor. Dieses zeichnet sich durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit und einen einfachen Einstieg für den Anwender aus. Bei dem Programm handelt es sich um eine Modul-Mischung aus klassischen Office-Anwendungen und landwirtschaftlichen Dokumentationsprozessen. So kann der Landwirt einerseits seinen Aktenschrank digitalisieren, und andererseits wichtige Bilanzen beispielsweise zur Düngung oder der Pflanzenschutzanwendung führen.

André van Lankveld von der Firma Biomin setzte sich mit der Thematik der zunehmenden Wurfgrößen auseinander. Er ging auf die damit einhergehenden Probleme wie geringe Geburtsgewichte und hohe Verlustzahlen ein. Außerdem präsentierte er dazu auch ökonomische Auswertungen.

Hier hakte Dr. Carolin Holling vom Schweingesundheitsdienst NRW ein. Sie erklärte, dass das größte Potenzial zur Senkung der Ferkelverluste in den ersten Lebenstagen steckt. Hier nannte sie als wichtige Faktoren unter anderem die Gesundheit der Sauen, zügige Geburten und eine hohe Betriebshygiene.

Dr. Karl-Heinz Tölle von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) ging auf zahlreiche, übergeordneten Brennpunktthemen in der Schweinehaltung ein. So stellte er klar, dass die Landwirte den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen und Herausforderungen nur gerecht werden können, wenn ihnen Rechtssicherheit gewährt wird. Außerdem müssen Weiterentwicklungen auf den Betrieben zugelassen werden. Das alles muss seiner Einschätzung nach dringendst in eine einheitliche und von allen Beteiligten getragene Umsetzungsstrategie münden.