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Asien-Markt: Deutschland kassiert Importverbot

Die Philippinen werden vorerst kein deutsches Schweinefleisch mehr einführen. Für unseren Export kann das heftige Konsequenzen haben.

Das Landwirtschaftsministerium der Philippinen hat einen vorübergehenden Importstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt. Das südostasiatische Land zählt neben China, Japan und Südkorea zu den wichtigsten Kunden unserer Schweinefleischexporteure.

Einer Stellungnahme der philippinischen Behörden zufolge hat man mit dem Einfuhrstopp auf Unregelmäßigkeiten bei Lieferungen aus der Bundesrepublik reagiert. So sollen in einer beschlagnahmten Fleischlieferung aus Deutschland 250 kg polnisches Schweinefleisch gefunden worden sein. In dem osteuropäischen Land grassiert die Afrikanische Schweinepest (ASP), weshalb Polen auch für den Fleischexport auf die Philippinen gesperrt ist. Der Fund stellt damit einen schweren Verstoß gegen das Quarantäneprotokoll für die Afrikanische Schweinepest (ASP) dar, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium in Manila.
Das vorübergehende Importverbot ist am 1. Juli in Kraft getreten und soll solange bestehen bleiben, bis das Landwirtschaftsministerium seine eingehenden Untersuchungen zu dem Vorfall abgeschlossen hat. Nach ersten Meldungen dürfen deutsche Fleischlieferungen, die sich vor der Erteilung des Importverbots bereits auf dem Transitweg befanden, unter dem Vorbehalt einer gründlichen Prüfung dennoch eingeführt werden.