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ASP: China muss Produktionsausfälle mit Fleischimporten ausgleichen

Die Schweinefleisch-Nachfrage der Chinesen ist ungebrochen hoch. Allerdings weichen die Asiaten zunehmend auf andere Fleischsorten aus.

Die Fleischeinfuhren Chinas sind im Mai auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Der Zollstatistik zufolge wurden insgesamt 556 300 t Fleisch einschließlich genießbarer Nebenerzeugnisse eingeführt; was einen Zuwachs von 45 % im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete. Von Januar bis Mai erreichte die Importmenge 2,22 Mio. t; das waren 418 500 t oder 23 % mehr als in der Vorjahresperiode. Noch stärker stieg die Einfuhrrechnung, nämlich um 31 % auf 5,49 Mrd. €. Die mit Abstand größte Importmenge entfiel in den ersten fünf Monaten 2019 mit 658 240 t auf Schweinefleisch; im Vorjahresvergleich nahm die betreffende Bezugsmenge um 108 820 t oder ein Fünftel zu.

Die Fleischsorten übergreifend höheren Einfuhren stehen in Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP), da aufgrund der Angebotsverknappung Alternativen für Schweinefleisch benötigt werden. Unterdessen berichtete das chinesische Landwirtschaftsministerium, dass die Bekämpfung der Tierseuche vorankomme. Bis zum 16. Juni habe es insgesamt 137 ASP-Ausbrüche im Land gegeben, davon 38 in diesem Jahr. Die durchschnittliche monatliche Zahl neuer Fälle sei erheblich zurückgegangen und erfolge nur noch punktuell. Dem Agrarressort zufolge haben 26 Provinzen beziehungsweise autonome Regionen die scharfen Restriktionen für infizierte Gebiete wieder aufgehoben. Die Schweinemärkte würden sich dort langsam normalisieren. Wie das Ministerium außerdem mitteilte, hat die ASP insbesondere im Bereich Geflügelfleisch zu einer Angebotsausweitung geführt. Das Alternativprodukt für Schweinefleisch habe von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Produktionssteigerung von 16,1 % erfahren. Die Marktpreise für Schweinefleisch sind dem Landwirtschaftsministerium zufolge deutlich gestiegen und lagen im Mai für das Kilogramm Lebendgewicht bei umgerechnet 3,15 €; das waren 26,6 % mehr als zwölf Monate zuvor.