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ASP kurbelt Chinas Börse an

An der Börse in Hongkong wird aufgrund der ASP-bedingten Bestandsabstockungen auf steigende Schweinepreise spekuliert.

Die Aktienkurse von großen chinesischen Schweinefleischproduzenten sind in den vergangenen sechs Monaten deutlich gestiegen. Grund ist laut Analysten, dass Anleger wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf ein verknapptes Schweineangebot, steigende Preise und staatliche Hilfen für große Produzenten setzen. An der Börse in Hongkong ist der Aktienkurs des größten chinesischen Schweinefleischherstellers, der WH-Group, von Anfang September 2018 um 19 % auf aktuell 0,82 € gestiegen. Der Wert der Anteilsscheine des bedeutenden Schweinezuchtunternehmens und Fleischherstellers Muyuan Foods verdoppelte sich im gleichen Zeitraum an der Börse in Shenzhen; bei den gemischten Futtermittel- und Schweinefleischunternehmen Tech-bank Food und Jiangxi Zhengbang vervierfachten sich die Aktienkurse sogar in den vergangenen sechs Monaten auf neue Rekordhöhen. Die Hausse der Kurse überrascht zunächst, da die börsennotierten Unternehmen im vergangenen Jahr starke Gewinnrückgänge oder sogar Verluste verzeichneten. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Schlachtschweinepreise mit zuletzt 1,67 € je Kilogramm Lebendgewicht (LG) den Tiefpunkt erreicht haben und in der zweiten Jahreshälfte auf bis zu 2,64 € steigen könnten. Manche Schätzung liegt sogar darüber. Grund dafür ist der massive Abbau der Sauenbestände, der im zweiten Halbjahr 2019 zu einem merklichen Angebotsrückgang führen dürfte. Schätzungen von Experten, darunter auch die Rabobank, gehen davon aus, dass die chinesische Schweineproduktion 2019 im Vorjahresvergleich um bis zu 20 % sinken könnte. Das Landwirtschaftsministerium in Peking hatte die Landwirte bereits kürzlich aufgefordert, ihre Herden wieder aufzustocken und bereits Hilfen zugesagt, um Versorgungsengpässe nicht aufkommen zu lassen.