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Belgischer Schlachthof vor Pleite

Der belgische Schlachthof Debra kämpft mit den Auswirkungen eines Tierschutzskandales und dem Ausbruch der ASP.

Das belgische Schlachtunternehmen Debra in Tielt droht das endgültige Aus. Nach Berichten mehrere Medien kann das Unternehmen seine Schulden nicht zurückzahlen. Lehnt das Gericht im kommenden März den neuen Geschäftsplan der Konzernführung ab, wird der Schweineschlachthof schließen müssen.

Debra war im März 2017 in die Schlagzeilen geraten, als Tierschutzaktivisten von Ariwa durch heimliche Filmaufnahmen gravierende Tierschutzverstöße bei der Schlachtung aufdeckten. In der Folge verlor Debra zahlreiche wichtige Kunden, darunter die große Supermarktkette Delhaize.

Im vergangenen Jahr geriet das Unternehmen durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien in noch größere Schwierigkeiten. Wichtige Fleischabnehmer im Ausland bestellten kein belgisches Schweinefleisch mehr und der Gesamtexport des Landes brach um 33 % ein. Auf dem Höhepunkt des Abnahme-Boykotts musste Debra zahlreiche Mitarbeiter vorübergehend freistellen.