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China: Erzeugung bricht ein, Preise explodieren

Die chinesische Schweinefleischerzeugung ist durch den ASP-Ausbruch stark gesunken. In der Folge hat sich Schweinefleisch immens verteuert.

Aufgrund der Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind die Schweineschlachtungen in China im ersten Halbjahr 2019 gegenüber der Vorjahresperiode um 6,2 % auf 313,5 Mio. Stück gesunken. Die Schweinefleischerzeugung lag dem nationalen Statistikbüro in Peking zufolge mit 24,7 Mio. t um rund 5,5 % unter dem Vorjahresniveau. Da die Volksrepublik nach jüngsten Zahlen fast ein Drittel ihres Schweinebestandes eingebüßt hat, schätzen Analysten den Rückgang der Schweinefleischerzeugung für das Gesamtjahr deutlich höher ein, und zwar zwischen 10 % und 25 %. Dies würde 5,4 Mio. t bis 13,5 Mio. t weniger Schweinefleisch bedeuten, was durch die höhere Erzeugung bei anderen Fleischarten nicht kompensiert werden kann. Um die Proteinlücke zu füllen, steigen die chinesischen Fleischeinfuhren rapide an. Von Januar bis Juli 2019 wurden fast 3,3 Mio. t Fleisch einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen importiert, das waren 67,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Einfuhr von Schweinefleisch ohne Nebenerzeugnisse hat sich dabei auf gut 1 Mio. t mehr als verdoppelt.

Das knappe Angebot an Schweinefleisch führt dazu, dass die Erzeugerpreise in China durch die Decke gehen. Ende letzten Monats knackten die Notierungen die Marke von 4 €/kg Schlachtgewicht. Da die staatlichen Schweinefleisch-Reserven aufgebraucht sein sollen und den Mastbetrieben aufgrund des stark geschrumpften Sauenbestandes die Ferkel fehlen, könnten die Preise sogar noch weiter zulegen. Mit einer Erholung der dortigen Schweineproduktion ist nach Einschätzung internationaler Experten erst in frühestens fünf bis sieben Jahren zu rechnen.