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Einführung des Staatlichen Tierwohllabels im Frühjahr 2020

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat in einem Verbändegespräch weitere Details zum staatlichen Tierwohllabel vorgestellt.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht das geplante staatliche Tierwohlsiegel auf einem guten Weg. Klöckner zog nach einem in der vergangenen Woche stattgefundenen Gespräch mit dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) sowie Vertretern des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF) zum Tierwohlkennzeichen eine positive Bilanz: Nach ihrem Eindruck haben alle Beteiligten mit dem „konstruktiven Gespräch“ eine weitere Etappe auf dem Weg zu einem erfolgreichem gemeinsamen Tierwohlkennzeichen genommen. Nach Angaben der Ministerin bestand bei dem Verbändegespräch Einigkeit darüber, dass die Freiwilligkeit des Kennzeichens der richtige Weg sei für die Akzeptanz bei den Landwirten und bei den Verbrauchern. Damit würden die Voraussetzungen für eine hohe Marktdurchdringung geschaffen. Gleichzeitig lasse man den Verbrauchern die Wahl, sich an der Ladentheke für Fleisch zu entscheiden, das nach höheren als den gesetzlichen Standards erzeugt worden sei.

Für DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp ist im Verbändegespräch deutlich geworden, dass alle Beteiligten den gemeinsamen Erfolg wollen. Ihm zufolge werden derzeit die einzelnen Kriterien der Initiative Tierwohl (ITW) mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium diskutiert „und eine Einigung ist offenbar in greifbarer Nähe“. Holzenkamp unterstrich, dass für den Raiffeisenverband drei Punkte zentral seien: Die Einstiegsstufe in das Tierwohllabel müsse denen der ITW entsprechen, es müsse ein lösbares Konzept zur Finanzierung geben und das Label müsse in der Breite umsetzbar sein. Das staatliche Tierwohlsiegel soll - ähnlich wie das im vergangenen Jahr in Dänemark gestartete Pendant - dreistufig werden. Bereits die Eingangsstufe des Tierwohlkennzeichens wird mit höheren als den gesetzlich vorgesehenen Standards versehen. Geplant ist der Einstieg beim Schweinefleisch, später sollen Geflügel und Rinder folgen. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium ist vorgesehen, dass ab Frühjahr 2020 erste Produkte mit dem Label in den Märkten zu finden sind. AgE