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Fleischverarbeiter kämpfen mit steigenden Schweinepreisen

Durch die rasant gestiegenen Erzeugerpreise für Schweine geraten einige Fleischverarbeiter in Schwierigkeiten.

Während der zuletzt deutliche Anstieg der Schlachtschweinepreise die hiesigen Schweinehalter erfreut, blicken die Unternehmen der deutschen Fleischwarenindustrie sorgenvoll auf die für sie immer höheren Einkaufskosten. Wie der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) mitteilt, haben sich besonders die von den Verarbeitern benötigten Teilstücke wie Schinken, Bäuche und Schultern verteuert, weil die Nachfrage das Angebot teilweise deutlich übersteigt. Aktuell bewegt sich der Weltmarktpreis für Schweinefleisch im Schnitt 30 % über dem Niveau vom Januar diesen Jahres. Für die Fleischverarbeiter, bei denen der Rohwareneinkauf meist zwischen 50 und 75 % der Produktionskosten ausmacht, ein immenses Problem.

Und Experten gehen davon aus, dass die Schweinepreise aufgrund der starken Nachfrage aus China weiter anziehen werden. Nach Einschätzung des BVDF könnte es künftig erneut zu starken Strukturveränderungen in der Branche kommen, sollte sich die Situation nicht ändern. Auch die europäische Vereinigung der Fleischwarenproduzenten Clitravi appellierte an alle Beteiligten der Wertschöpfungskette, die zusätzliche Kosten gerecht zu verteilen.

Clitravi-Sprecher Richard van der Kruijk prangerte auch das Spekulationsgebaren am Fleischmarkt an. So würden Spekulanten unter der Annahme, dass der hina-Hype weiter zunimmt, in ganz Europa große Mengen Schweinefleisch einkaufen und in Kühlhäusern lagern. Mit der Folge, dass der Fleischmarkt noch stärker unter Druck gerät.