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Praxisprojekt für 100.000 Improvac-Eber

Die Projektgruppe will die Marktchancen für geimpfte Eber auslosten.

Ein Verbund aus nordwestdeutschen Sauenhaltern aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen will ein Projekt zur Stärkung der Mast unkastrierter Eber starten. Im Januar und Februar 2020 sollen aus den vier Bundesländern 100.000 mit lmprovac geimpfte Eber den Schlachthöfen angedient und dort geschlachtet werden. Ziel ist, die Anzahl der geimpften Eber zunächst zeitlich befristet deutlich zu erhöhen und an alle großen Schlachtunternehmen in Deutschland zu verkaufen, nach Möglichkeit zu Börgekonditionen. Das gemeinsame Bestreben ist, Möglichkeiten zum Ausstieg aus der Ferkelkastration zu finden, gleichzeitig alle grundsätzlich verfügbaren Wege offen zu halten.
Der Ebermast und der lmpfung gegen Ebergeruch stehen bislang viele Widerstände entgegen. Dies äußert sich u.a. darin, dass von Teilen des Lebensmittelhandels der Bezug von Schlachtkörpern und Teilstücken von Jungebern und von lmprovac-geimpften Tieren ausgeschlossen wird und dass in der Folge Schlachtunternehmen solche Schlachtschweine - wenn überhaupt - nur sehr zögerlich abnehmen. Hinzu kommt, dass geimpfte Eber nur auf Basis der normalen Ebermaske mit Abschlägen abgerechnet werden.
Die Organisatoren suchen Schweinebetriebe, die sich an dem zeitlich befristeten Projekt „100.000 Improvac-Eber“ beteiligen. Sofern männliche Ferkel kastriert werden, soll im Zeitraum bis Ende August nicht kastriert werden. Die Aufstallung zur Mast soll ab Mitte September erfolgen. Die Projektgruppe geht davon aus, dass während des Projektes die Impfung und Erfolgskontrolle durch Impfteams der Firma Zoetis durchgeführt werden können. Der Mäster hat lediglich die Impfstoffkosten von ca. 3,00 € je Eber zu tragen.
Interessierte können folgende Ansprechpartner direkt kontaktieren:
Hubertus Beringmeier: Tel. 0170/4771059
Carsten Spieker: Tel. 0170/8680212
Dr. Bernhard Schlindwein: Tel. 0160/97868558