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Schweinemarkt: Überhänge fließen gut ab

Das Mastschweineangebot dürfte nach dem saisonal üblichen Höchststand im Dezember in den nächsten Wochen sinken.

Wie zu erwarten war haben sich bei einem Großteil der Vermarkter über die Feiertage Überhänge an schlachtreifen Schweinen aufgebaut. Diese lassen sich jedoch relativ gut beseitigen, da die Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe wieder voll in die Produktion einsteigen und die Nachfrage anzieht. Gleichzeitig setzt man darauf, dass der Lebensmitteleinzelhandel bestrebt ist seine Fleischtheken wieder vollzupacken und dementsprechend Ware anfordert.

Aus dieser Gemengelage heraus notierte die VEZG wenig überraschend am vergangenen Mittwoch einen stabilen Preis von 1,36 €/Indexpunkt. In den kommenden Wochen ist davon auszugehen, dass das Angebot an Schlachtschweinen saisonal bedingt leicht abnehmen wird. Dann sollte endlich Luft sein für die dringend benötigte Steigerung des Erzeugerpreises. Für das neue Jahr sind die Erwartungen allerdings verhalten, wie eine aktuelle Online-Umfrage der SUS zeigt. So gehen nur 10,8 % der befragten Schweinehalter davon aus, dass der Preis kräftig anziehen wird. Dem gegenüber tendieren 43 % der Befragten dazu, dass der Schweinemarkt weiter unter Druck stehen wird. 46 % rechnen mit einer langsam steigenden Notierung.

Maßgeblichen Einfluss auf die Preisentwicklung wird das Auslandsgeschäft und dabei speziell der Export nach China haben. Dort hat der massive Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) den Markt in Bewegung versetzt. Weniger die groß angelegten Keulungen sondern viel mehr die begleitenden Seuchenschutzmaßnahmen bezüglich Transport und Schlachtung werden wohl die Schweineproduktion ausbremsen. Nach vorläufigen Schätzungen dürfte das Land bereits im vergangenen Jahr an die 4 Mio. t Fleisch eingeführt haben. Das würde einer Steigerung von 60 % gegenüber dem Jahr 2017 bedeuten. Neben dem China-Markt lässt auch das im Februar in Kraft tretende Freihandelsabkommen mit Japan auf bessere Preise hoffen.