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Spanien hängt andere Schweinenationen ab

Während der Schweinbestand in Spanien weiter wächst, bauen andere große Schweinenationen in der EU ihre Kapazitäten ab.

In Deutschland war der Schweinebestand laut der letzten Sommerzählung auch ohne ASP-Einfluss rückläufig. So sank der Bestand um 3,5 % auf 25,96 Mio. Tiere. Bei den Sauen war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 2,9 % auf 1,81 Mio. Muttertiere zu verzeichnen. Die Schweinepopulation ist damit auf den geringsten Stand seit 2004 gesunken.

Ganz anders sah dies in Spanien mit einem aktuellen Populationszuwachs von 1,1 % auf 30,46 Mio. Stück aus. Damit hat sich die Expansion des Bestandes im Vergleich zu früheren Jahren merklich abgeschwächt, hielt aber weiterhin an. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die spanischen Erzeuger ihre Schweineherde um mehr als 5 Mio. Tiere bzw. um ein Fünftel vergrößert. Dabei dürfte der Bedarf an Schlachttieren nicht geringer werden, denn jüngst hat bei Huesca der neue Großschlachthof Literia Meat der Pini-Gruppe mit einer Jahreskapazität von 7 Mio. Schweinen eröffnet. Vielleicht auch deshalb nahm bei den Spaniern, im Unterschied zu allen anderen EU-Mitgliedstaaten, die Zahl der gehaltenen Sauen zu. Nämlich um 1,6 % auf 2,54 Mio. Stück. Weitere wachsende Schweinebestände in der EU waren laut Eurostat nur in Frankreich mit einem Plus von 1,5 % auf 13,24 Mio. Tiere sowie in Schweden mit 5,8 % auf 1,47 Mio. Stück festzustellen.

In anderen klassischen Schweinenationen wie Dänemark oder den Niederlanden hatten die Erzeuger gegenüber dem Frühsommer 2018 ebenfalls weniger Tiere im Stall. Die dänischen Schweinehalter bauten ihren Bestand um 2,5 % auf 12,55 Mio. Stück ab und schränkten die Sauenhaltung um 3,3 % auf 1,23 Mio. Muttertiere ein. Die niederländischen Erzeuger verzeichneten bei Schweinen insgesamt einen Bestandsrückgang um 0,7 % auf 12,30 Mio. Stück und reduzierten die Sauenzahl um 3,2 % auf 1,02 Mio. Tiere.

Nach Einschätzung von Marktanalysen dürften die 2018 vergleichsweise niedrigen Schlachtschweinpreise bei gestiegenen Futterkosten wegen der Trockenheit zum Bestandsabbau in der EU beigetragen haben, ebenso wie die ASP in betroffenen Staaten. In immer mehr Ländern spielen jedoch auch Produktionsauflagen aus Umwelt- oder Tierschutzgründen eine produktionsdämpfende Rolle, die zu Betriebsaufgaben und geringeren Beständen führen. AgE