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Über 4 % weniger deutsche Schweine am Haken

Der zurückgehende Schweinebestand in Deutschland macht sich jetzt auch bei den Schlachtzahlen bemerkbar.

Die deutschen Schlachtunternehmen haben im ersten Quartal 2019 spürbar weniger Schweine an den Haken bekommen als im Vorjahreszeitraum. Vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurden von Januar bis März insgesamt 13,95 Mio. Schweine geschlachtet. Das entspricht einem Minus von weit über 600.000 Tieren bzw. 4,4 % gegenüber dem ersten Quartal 2018. Die Schweinefleischerzeugung verzeichnete aufgrund der steigenden Schlachtgewichte einen leicht schwächeren Abschwung von 1,33 Mio. t bzw. 4 %.

Verantwortlich für den Rückgang war fast ausschließlich das geringere Angebot an heimischen Schlachtschweinen. Deren Schlachtungen sanken im Betrachtungszeitraum um satte 4,5 %. Die bereits seit zwei Jahren merklich schrumpfende Verarbeitung von Schweinen aus dem EU-Ausland lag mit knapp 900.000 Tieren um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Aufgrund der Viehzählungsergebnisse vom November 2018, die im Vorjahresvergleich einen Bestandsrückgang 4,1 % auswiesen, dürfte sich der Negativtrend durch das gesamte Jahr ziehen. Auf europäischer Ebene wird indes von einer stabilen Entwicklung der Schweinefleischproduktion ausgegangen. Die Drittlandsexporte dürften sich dabei nicht zuletzt durch einen leicht sinkenden Pro-Kopf-Verzehr von Schweinefleisch in den Mitgliedsstaaten erhöhen. Da sich durch den aktuellen Trend ein im Jahresverlauf eher knappes Angebot an Schlachtschweinen abzeichnet, gehen die Marktanalysten von steigenden Erzeugerpreisen aus.