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US-Schweinebestand: In fünf Jahren um 23 % gestiegen

In den USA schnellt der Schweinebestand in bislang unbekannte Höhen. Damit steigt auch die Wichtigkeit des Fleischexportes.

Während in Deutschland die Halter ihre Schweinebestände abstocken, werden aus den USA immer neue Höchststände gemeldet. Der jüngsten Erhebung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge wurden zum Stichtag 1. Juni 2019 insgesamt 75,52 Mio. Schweine in den Staaten gehalten. Das waren nicht nur 2,65 Mio. Tiere oder 3,6 % mehr als zwölf Monate zuvor, sondern so viele wie noch nie in einem Juni seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1964. Nach Überwindung der Probleme mit dem Durchfallerreger Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) ist die Schweinherde in den USA innerhalb von fünf Jahren um fast 14 Mio. Tiere oder 23 % gewachsen.

Die US-Schweinehalter hatten laut USDA zuletzt in allen Kategorien deutlich mehr Tiere in den Ställen als im Vorjahr. Zudem werden die Sauen immer produktiver: In der zuletzt erfassten Periode von März bis Mai 2019 wurden mit durchschnittlich 11,0 Ferkeln je Wurf so viele Tiere lebend geboren wie niemals zuvor.

Aufgrund der Bestands- und Produktivitätsentwicklung gehen die Washingtoner Analysten von einem deutlichen Anstieg der diesjährigen US-Schweinefleischproduktion gegenüber 2018 aus, und zwar um etwa 3,7 % auf das Rekordniveau von 12,38 Mio. t. Ein größerer Teil davon soll im Ausland seinen Absatz finden; für den Export wird ein Plus von 10 % auf 2,93 Mio. t prognostiziert. Im Zeitraum Januar bis April gingen die US-Ausfuhren einschließlich Verarbeitungsfleisch gegenüber der Vorjahresperiode allerdings noch um 5,7 % zurück, vor allem weil Retorsionszölle in China und Mexiko die Verkäufe an die beiden wichtigsten Abnahmeländer bremsten. Mittlerweile hat aber Mexiko die Strafabgabe wieder aufgehoben. AgE