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VEZG: 13 Cent Bonus für Labelproduktion!

Der VEZG-Vorsitzende Matthias Frieß hat erneut betont, dass die Labelproduktion mit erheblichen Zusatzkosten für die Erzeuger verbunden ist.

Seit Anfang April kennzeichnet der deutsche Lebensmittelhandel (LEH) bei Fleischerzeugnissen die Haltungsform der Tiere in einem vierstufigen System. Dies sei ausdrücklich zu begrüßen, teilte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) letzte Woche mit, zumal so die Verbraucher aufgeklärt und in die Verantwortung beim Einkauf einbezogen würden. VEZG-Vorsitzender Matthias Frieß wies allerdings darauf hin, dass die Tierwohlmaßnahmen auf Erzeugerstufe mit erheblichen Zusatzkosten verbunden seien.

Als Orientierungsgröße habe die Vereinigung den Zusatzaufwand von renommierten Betriebswirtschaftlern aus dem Agrarbereich berechnen lassen. Demnach würden sich für die Stufe 2 der Handelskennzeichnung im LEH Mehrkosten für die Schweinehalter von 13 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) ergeben. Das von der Bundesregierung geplante Staatliche Tierwohllabel führe in der Landwirtschaft zu Mehrkosten, die etwa um das Vierfache höher lägen, berichtete die VEZG. Ihr zufolge können Verarbeiter und Handel nun auf Basis dieser Kostenkalkulationen auch ihre Endverbraucherpreise kalkulieren. Die Marktbeteiligten seien aufgefordert, die Haltungsformen preisdifferenziert und transparent im LEH auszuloben, so die VEZG.

Frieß hatte bereits im März gefordert, dass die finanziellen Mehraufwendungen der Erzeuger für Tierwohlmaßnahmen angemessen bezahlt werden müssten und dafür ein Faktormodell vorgeschlagen. Dabei werden die ermittelten Tierwohlkosten mit einem Faktor multipliziert und die Vergütung für den Produzenten erfolgt mit einem Aufschlag auf die geltende Wochennotierung der VEZG. Diese Aufschläge will die Vereinigung dann als weitere Preisempfehlung veröffentlichen und ihren Mitgliedern als Grundlage für Lieferverträge empfehlen. AgE