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Dänischer Schweinesektor: Mit 20 Mio. € zurück auf Erfolgsspur?

Das 20-Mio. €-Paket soll vor allem Instandsetzungen und Investitionen in innovative Ställe anschieben.

Um die derzeitige Kreditklemme in der eigenen Schweinehaltung aufzubrechen und den Sektor wirtschaftlich anzukurbeln, hat die dänische Regierung mit Unterstützung des Parlaments ein Investitionspaket im Umfang von umgerechnet 20,12 Mio. € auf den Weg gebracht. Wie das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium vergangene Woche mitteilte, sollen mit den Geldern insbesondere umwelt- und tierschutzgerechte Stallbauten gefördert werden. Gleichzeitig ist ein Teil der Fördersumme für Projekte zum Tierschutz, Forschungsvorhaben und Weiterbildung in der Schweinehaltung bestimmt.Die Regierung erwartet, dass durch die Startfinanzierung im Rahmen des Kreditpaktes Investitionen von umgerechnet bis zu 201 Mio. € angeschoben und 2.000 Arbeitsplätze geschaffen werden können. „Das Investitionspaket wird sich sowohl in ökonomischer Hinsicht als auch beim Tier- und Umweltschutz positiv auswirken“, erklärte die dänische Landwirtschaftsministerin Mette Gjerskow. Wichtig sei aber auch, den schrumpfenden Schweinesektor wieder nach vorne zu bringen. Seit 2010 sei die Zahl der Schlachtungen um fast 11 % geschrumpft. Dies liege nicht zuletzt an der prekären Situation bei der Kreditvergabe und der entsprechenden geringen Liquidität der Schweineproduzenten. Sollten die geplanten Maßnahmen voll umgesetzt werden, könne dies über die bessere Wertschöpfung auch zu deutlich steigenden Einnahmen im Exportgeschäft führen, da dann ausgemästete Tiere statt Ferkel verkauft würden. Das dänische Schweineforschungszentrum hält so zusätzliche Branchenerlöse von bis zu 335 Mio. € für möglich. (AgE)