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Praktiker kritisieren geplante Haltungs-VO

Berlin fordert teils utopische Platzvorgaben für Sauen.

Der vom Berliner Ministerium vorgelegte Entwurf zur Änderung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung wird viele Sauenhalter zur Betriebsaufgabe zwingen, so Heinrich Lütjens, Vorsitzender des Landesverbandes der Niedersächsischen Schweineerzeuger. Schon jetzt sind die deutschen Ferkelerzeuger im europäischen Markt nicht mehr wettbewerbsfähig. Ca. 30 Prozent der in Deutschland benötigten Ferkel werden mittlerweile aus Nachbarländern importiert und somit nicht mehr von heimischen Erzeugern produziert. Sollte der geplante Gesetzesentwurf in Kraft treten, werden Dänen und Niederländer weiter ihre Marktanteile in Deutschland ausbauen. Verbesserungen in Bezug auf das Tierwohl können nur dann erreicht werden, wenn dies im Einklang mit den europäischen Nachbarländern geschehe, so Heinrich Lütjens weiter. Vor allem kleinbäuerliche Familienbetriebe würden angesichts der erheblichen Investitionskosten und der ungeklärten bau- und immissionsrechtlichen Fragen nicht mehr die finanzielle Kraft haben, den Betriebszweig der Sauenhaltung an die neuen gesetzlichen Regelungen anzupassen. Zudem ist bemerkenswert, dass das BMEL bei der Erstellung des Entwurfs aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse die sich z. B. beim Innopig Projekt ergeben haben, nicht berücksichtigt hat.