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Stopper-Programm: Bis zu 1.500 Betriebsaufgaben erwartet

Viele niederländische Betriebe ohne Nachfolger wollen wegen der neuen Emissionsauflagen zum Jahreswechsel 2019/2020 aufhören.

Im Zuge des staatlichen Aktionsplanes „Ammoniak en Veehouderij“ müssen alle viehhaltenden Betriebe in den Niederlanden zum 1.01.2020 strengere Anforderungen zum Ammoniakemissionsschutz erfüllen. Insbesondere in viehintensiven Regionen wie Nord-Brabant oder Limburg sind damit in vielen Fällen Investitionen in Abluftreinigungsanlagen verbunden.

Da es etlichen Schweinebetrieben an Nachfolgern fehlt oder die zusätzlichen Investitionen wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sind, hat die niederländische Regierung ein Stopper-Programm aufgelegt. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, muss zum 1.01.2020 die Schweinehaltung einstellen. Im Gegenzug erhält der Betrieb für seinen Ausstieg und die Abtretung seiner Produktionsrechte eine finanzielle Entschädigung.

Die Anmeldefrist für das Programm ist bereits verstrichen, offizielle Zahlen zu der Beteiligung liegen aber noch nicht vor. Nach Angaben einiger großer Beratungsunternehmen könnten sich bis zu 1.500 Schweinehalter für den gestützten Produktionsausstieg entscheiden. Allein 1.000 dieser Betriebe sollen aus der besonders schweinedichten Region Nord-Brabant kommen. Hier gelten auch noch schärfere Vorgaben zum Emissionsschutz. In den Niederlanden halten aktuell noch über 4.000 Betriebe Schweine.