Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Besetzter Sauenbetrieb muss nicht gekeult werden

Da die Aktivisten die Biosicherheitsvorschriften missachteten bestand die Gefahr, dass bei der Besetzung Krankheiten eingeschleppt wurden.

Die Mitte Mai von Tierrechtsaktivisten gestürmte Sauenanlage im niederländischen Boxtel ist nach einem umfangreichen Gesundheitsmonitoring wieder freigegeben worden. Der Betrieb darf damit jetzt wieder Tiere verladen bzw. verkaufen.

Der betroffene Schweinehalter Jeroen van Sleuwen hatte sich kurz nach der Stallbesetzung zusammen mit seinem Hoftierarzt und den zuständigen Behörden darauf verständigt, den Bestand für mindestens drei Wochen unter Quarantäne zu stellen und intensiv zu untersuchen. Damit wollte man ausschließen, dass die aus verschiedenen Ländern stammenden Aktivisten deklarationspflichtige Krankheiten in den Betrieb eingeschleppt haben. Schlimmstenfalls hätte der gesamte Bestand gekeult werden müssen. Mittels klinischer Kontrollen und Blutchecks ließ sich aber eine Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest, der klassischen Schweinepest, der Maul- und Klauenseuche und der Aujeszky-Krankheit ausschließen.

Der kurzfristige Transportstopp konnte nach Aussagen von van Sleuwen gut aufgefangen werden. Allerdings rechnet er damit, dass zahlreiche Tiere in der Sauengruppe, die am Tag der Besetzung belegt wurde, umrauschen werden.