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Fristverlängerung: Kritik von Tagespresse

Die Tagespresse vernachlässig oft die Machbarkeit der Kastrationsalternativen.

Die Ende letzter Woche vom Bundestag beschlossene Fristverlängerung zur Ferkelkastration wird von Seiten der landwirtschaftlichen Verbände sowie der Landwirte begrüßt. Denn so erhält die Praxis zwei zusätzliche Jahre Zeit, um die bisher nicht vollumfänglich praxistauglichen Alternativen zur betäubungslosen Kastration weiterzuentwickeln.
Ganz anders ist weitgehend die Bewertung in der Tagespresse. So gibt Spiegel-online insbesondere der früheren Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) das Wort. Künsat warf der Großen Koalition vor, sie sei der parlamentarische Arm von Bauernverband und Schlachtindustrie und trete den Tierschutz mit Füßen. Der Spiegel rückt auch die Einschätzung von Greenpeace, dem Deutschen Tierschutzbund und dem Verein ProVieh. Die NGOs kritisieren, dass es bereits drei tierschutzgerechte, praktikable Alternativen gebe. Auch die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) stellt eher die kritischen Stimmen nach vorn. So zitiert die NOZ den Grünen-Chef Robert Habeck, der von einem Armutszeugnis für die Große Koalition spricht. Zu kurz kommt in den angeführten Berichten Tagespresse häufig die Machbarkeit der Alternativen zur betäubungslosen Kastration.