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PETA will Gemeinnützigkeit des Jagdverbandes prüfen lassen

Die Tierrechtsorganisation Peta setzt sich für ein vollständiges Verbot der Jagd ein.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat beim zuständigen Finanzamt einen Antrag auf Prüfung der Gemeinnützigkeit des Deutschen Jagdverbandes (DJV) gestellt. Als Grund dafür nannte die Organisation die Fellwechsel GmbH, die 2016 vom DJV und den Landesjagdverband Baden-Württemberg zur Förderung einer nachhaltigen Nutzung von Bälgen aus der Jagd eingerichtet worden war. PETA prangert an, dass zur Förderung einer privatwirtschaftlich arbeitenden und damit Gewinne erwirtschaftenden GmbH vom DJV steuerbegünstigte Vereinsgelder verwendet würden. Nach der Abgabenordnung sei das eine für einen gemeinnützigen Verein schädliche Betätigung. Deshalb müsse dem DJV die Gemeinnützigkeit aberkannt werden, erklärten die Tierrechtler und nahmen die Antragstellung auch zum Anlass, ihre generelle Kritik an der Jagd zu wiederholen. Der DJV reagierte gelassen und bezeichnete die Vorwürfe als haltlos. Das Projekt Fellwechsel sei ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Verwertung von Fellen aus heimischer Jagd. „Mit ihrer PR-Aktion gegen den DJV wollen die ‚Tierrechtler‘ offensichtlich von eigenen Problemen ablenken“, betonte der Verband und verwies auf die aktuellen Diskussionen zur Gemeinnützigkeit von PETA selbst. So ist für Mittwoch dieser Woche im Bundestag eine öffentliche Anhörung zum FDP-Antrag „Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus” angesetzt, in dem PETA namentlich erwähnt wird. Bereits seit längerem wird von Politikern vor allem aus den Reihen von FDP und CDU/CSU gefordert, PETA die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Als Begründung wird unter anderem angeführt, dass die Organisation öffentlich Gesetzesverstöße wie Stalleinbrüche und Sachbeschädigung rechtfertige. AgE