
Die Interessen von Schweinehaltern und Verbrauchern treffen immer öfter aufeinander. Während Landwirte durch den zunehmenden wirtschaftlichen Druck gezwungen sind, ihre Bestände zu erweitern, laufen Teile der Bevölkerung Sturm gegen große Stallbauvorhaben.
Große Schweineställe belasten die Umwelt, sie zerstören das Landschaftsbild und die Haltungs-bedingungen sind tierfeindlich, so der Vorwurf von Tier- und Umweltschützern. Die Realität indes sieht anders aus.
Dass Landwirte bei aller Rücksicht auf den Naturschutz auch ihre Produktionskosten im Auge behalten müssen, versteht sich von selbst. Auch in dieser Hinsicht bietet der Bau großer Stalleinheiten Vorteile. Pro Platz ist der Stall günstiger zu erstellen. Außerdem sinken die Vorkosten, wenn später ein kompletter LKW beladen wird, und für 400er-Ferkelgruppen werden höhere Zuschläge bezahlt.
Auch nicht vergessen werden darf, dass eine Investition in einen neuen Sauen- oder Maststall Arbeitsplätze erhält und neue schafft. So bleibt Wirtschaftsleistung in der Region. Gerade in Krisenzeiten ist das ungeheuer wichtig.
Ist der Standort genehmigungsfähig und wird gegen keinerlei Umweltauflagen verstoßen, tun Landwirte bei einem Stallbau nichts Verbotenes. Wer sich an die EU-Vorgaben hält, handelt korrekt und gesetzeskonform. Das sollten (müssen) auch die Tier- und Umweltschützer akzeptieren, die die Grenze der Legalität überschreiten, indem sie illegal Videos in Ställen aufnehmen, diese zweckentfremden und damit Schweinehalter öffentlich diffamieren.
Kommentar aus der SUS-Ausgabe 6/2009
Spezieller Transportwagen: Der Betrieb Schulz in Dülmen hat einen neuen Transportwagen mit 16 separaten Buchten gebaut. So werden die Würfe auch beim Transport nicht gemischt. Weitere Details in der Reportage "Jeder Wurf kriegt eine Bucht" in der SUS 1/12 ab Seite 10.
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