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Mittwoch, den 11. August 2010 |
 Bei Schulterverletzungen bietet es sich an, der Sau ein Schulterpolster anzulegen. Neben der Körperkondition hat auch der Buchtenboden Einfluss auf die Schultergesundheit säugender Sauen. Wie ein Versuch im Landwirtschaftszentrum Eichhof in Hessen zeigt, schnitten Gussrosten am besten ab. Auf Platz zwei landeten Buchten mit Betonflächenelementen, gefolgt von mit einer Gummimatte ausgestatteten Buchten und Buchten mit Kunststoffflächenelementen. Die Sauen, die auf dem Kunststoff-Rost gelegen hatten, wurden am schlechtesten beurteilt.
Der Bodenbelag im Schulterbereich sollte auf keinen Fall Anti-Rutsch-Stege oder harte Kanten aufweisen und stets trocken sein.
Welche anderen Faktoren Schulterläsionen begünstigen, lesen Sie hier im Originalbericht zum Herunterladen.
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Dienstag, den 10. August 2010 |
 Lebend geborene Ferkel sind in der Regel schwerer als tot geborene.
Die Austreibungszeit und der Zustand der Nabelschnur haben großen Einfluss darauf, ob ein Ferkel lebend oder tot geboren wird. So fand die Fachhochschule Bernburg in einem Versuch mit 280 Abferkelungen Folgendes heraus:
Lebende Ferkel werden im Schnitt 20 Minuten nach vorherigem Wurfgeschwister geboren. Bei tot geborenen Ferkeln verlängert sich das Zeitintervall auf 30 Minuten.
Bei 2/3 aller tot geborenen Ferkel war die Nabelschnur bereits gerissen.
Ab dem 13. Ferkel nimmt der Anteil Totgeburten sehr stark zu.
Schlussfolgerung: Insbesondere bei großen Würfen lässt sich durch den Einsatz geschulter Ferkelwachen die Anzahl tot geborener Ferkel reduzieren.
Interessieren Sie sich für Einzelheiten des Versuchs? Dann finden Sie hier den Originalbericht in der Zusammenfassung, oder laden Sie sich die komplette Dissertation als PDF herunter.
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Sonntag, den 06. Juni 2010 |
 Die Vorbehalte gegenüber Raps und Roggen in der Ration nehmen nur langsam ab. Noch immer haben Schweinemäster Vorbehalte, höhere Anteile an Rapsextraktionsschrot und Roggen in der Mastration einzusetzen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat in der LPA Quakenbrück untersucht, wie sich der kombinierte Einsatz dieser Komponenten auf die Leistung und die Futterkosten auswirkt. Dazu hat man Schweine in der Vor-, Mittel- und Endmast mit 5 %, 10 % bzw. 15 % Rapsschrot und 10 %, 30 % bzw. 50 % Roggen in der Ration versorgt. Die Kontrolltiere erhielten nur 50 % der jeweiligen Raps- und Roggenanteile.
Man fand heraus, dass Rapsextraktionsschrot und Roggen in der Ration – auch in höheren Anteilen eingesetzt – durchaus interessant sein können. Denn trotz einer schlechteren Futterverwertung lagen die Futterkosten je 100 kg Zuwachs bei den reichlicher mit Raps und Roggen versorgten Schweinen rund 0,70 € niedriger als in der Kontrollgruppe.
Hier finden Sie den Versuchsbericht in der Originalversion.
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Freitag, den 04. Juni 2010 |
 Ferkel moderner Herkünfte haben einen höheren Lysin-Bedarf. Mit dem Leistungspotenzial wächst bei Tieren der Nährstoffbedarf. Aufgrund der in den letzten Jahren stark angestiegenen Zunahmen rät die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE), Ferkelfutter mit höheren Aminosäurengehalten auszustatten, als es die bisherigen Empfehlungen vorgeben.
Dazu führte das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp einen Fütterungsversuch mit insgesamt 480 Ferkeln durch. Das Aufzuchtfutter II der Kontrollgruppe war mit 1,15 % Bruttolysin ausgestattet, was einem Lysin-Energie-Verhältnis von 0,85 g Lysin je MJ ME entspricht. Das Aufzuchtfutter II der Versuchsgruppe verfügte mit 1,25 % über einen höheren Bruttolysingehalt. Dieser kommt einem Lysin-Energie-Verhältnis von 0,93 g je MJ ME gleich. Methionin/Cystein, Threonin und Tryptophan wurden an der Leitaminosäure Lysin ausgerichtet.
Ergebnis: Die höher mit Aminosäuren versorgten Tiere nahmen vor allem gegen Ende der Aufzucht schneller zu als die Tiere der Kontrollgruppe. Auch die Futterverwertung war tendenziell besser. Daher empfehlen die Forscher einen Bruttolysingehalt im Futter von mindestens 0,9 g je MJ ME, damit Ferkel ihr genetisches Wachstumspotenzial ausschöpfen.
Den Versuchsbericht als Langversion zum Download finden Sie hier.
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Montag, den 01. Februar 2010 |
 Mittels eines Rohfaserkonzentrats konnten die Absetz- und Aufzuchtendgewichte gesteigert werden. Konzentrierte Cellulose-Fasern im ersten festen Futter sollen das Wachstum der Darmzotten anregen und sich insgesamt stabilisierend auf die Darmgesundheit des jungen Ferkels auswirken. Inwiefern sich durch eine gezielte Rohfaserergänzung auch eine Leistungssteigerung erreichen lässt, wurde im LZ Haus Düsse untersucht.
In der Versuchsgruppe wurde das Futter von 130 Ferkeln über einen Zeitraum von sechs Wochen mit dem Rohfaserkonzentrat Vitacel (Fa. J. Rettenmaier & Söhne) ergänzt. Den mit 1 % Vitacel versetzten Aufzuchtstarter erhielten die Saugferkel bereits ab dem zehnten Lebenstag. Nach dem Absetzen am 28. Tag wurden sie für drei Wochen mit Aufzuchtfutter I versorgt, das ebenfalls mit 1 %iger Vitacel-Zulage ausgestattet war.
Die 126 Ferkel der Kontrollgruppe erhielten die gleichen Futtermittel, jedoch ohne Rohfaser-Zulage.
Die Ergebnisse: Die Ferkel der Versuchsgruppe erzielten tendenziell höhere Absetzgewichte von im Schnitt 8,3 kg gegenüber 8,0 kg. Zudem erreichten die Ferkel der Versuchsgruppe durch die Zulage von 1% Vitacel sowohl im Aufzuchtstarter als auch im Aufzuchtfutter I ein um rund 1,5 kg höheres Endgewicht. Außerdem konnte gezeigt werden, dass der Einsatz von pelletiertem gegenüber mehlförmigem Futter leistungssteigernd wirkt. Den Originalbericht lesen Sie hier.
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Freitag, den 29. Januar 2010 |
 Sauen mit Speckdickenverlusten größer 3,3 mm nach drei Wochen Säugezeit wiesen hohe Saugferkelverluste auf. Substanzverluste sind physiologisch vorgesehen. Die Frage ist nur: Wie hoch dürfen sie mit Blick auf eine optimale Aufzuchtleistung ausfallen? Zur Beantwortung dieser Frage hat das Sächsische Landesamt für Landwirtschaft (LfULG) auf einem sächsischen Zuchtbetrieb knapp 800 Reinzuchtwürfe (DL) untersucht. Die Speckdicke der Sauen wurde jeweils vor der Geburt und beim Absetzen nach 21 Tagen Säugezeit gemessen.
Dabei kam heraus, dass bei Reinzuchttieren (DL) das Verhältnis von Futteraufnahme zum Fettabbau während der Säugezeit dann optimal ist, wenn rund 1 mm Speckauflage je Woche Säugezeit mobilisiert wird.
Sauen mit Speckdickenverlusten von unter 2,3 mm nach drei Wochen wiesen aufgrund von geringer Säugeleistung höhere Saugferkelverluste auf. Ebenso wie Sauen mit hohen Speckdickenverlusten von über 3,3 mm. Diese vermutlich aufgrund einer zu geringen Futteraufnahme. Lesen Sie hier den Originalbericht. |
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Mittwoch, den 27. Januar 2010 |
 Zu fein vermahlenes Futter scheint in der Praxis aktuell kein Problem darzustellen. Wer seinen Schweinen zu grob vermahlenes Futter anbietet, muss mit ökonomischen Einbußen aufgrund einer schlechteren Futterverwertung und Ausschlachtung rechnen. Zu fein vermahlenes Futter hingegen wird von Schweinen nicht gerne gefressen und reizt den Tiermagen.
Die Fachhochschule Südwestfalen in Soest hat anhand von insgesamt 113 Sauen-, Mast- und Ferkelfuttermitteln auf 49 Betrieben aus ganz Deutschland untersucht, wie die Partikelfraktionierung bei Schweinefutter in der landwirtschaftlichen Praxis aussieht.
Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass ein zu feiner Vermahlungsgrad von mehlförmigen Futtermitteln in der breiten Praxis aktuell kein Problem darzustellen scheint. So wies lediglich ein Ferkelfutter mehr als 35 % Partikel kleiner als 0,25 mm auf und war damit als zu fein vermahlen einzustufen.
Mehr Beachtung sollten Landwirte eher dem Anteil grober Futterpartikel schenken. Drei Viertel der 113 Proben, die am Mischer gezogen worden waren, hatten mehr als 35 % Partikel größer als 1 mm und waren damit als grob geschrotet einzustufen. Ein Viertel der Proben hatte sogar mehr als 50 % grobe Partikel. Darunter befanden sich vor allem Sauenfuttermittel.
Eine Entmischung auf dem Transportweg zwischen Mischer und Trog hat offenbar nicht stattgefunden. Denn die Korngrößenverteilung war bei den Proben, die am Mischer bzw. am Trog gewonnen wurden, fast identisch.
Hier lesen Sie den Originalbericht.
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Sonntag, den 29. November 2009 |
 Theoretisch können Schmerzmittel und Eisen in einer Spritze kombiniert werden. In der Praxis wird die erste Eisengabe oft mit der Kastration kombiniert. Seit 1. April 2009 setzen QS-Betriebe Schmerzmittel vor der Kastration ein. In einem Versuch haben Wissenschaftler der Uni Wien und der Uni München nachgewiesen, dass die kombinierte Applikation von Eisen und Schmerzmittel möglich ist.
Denn ob zusätzlich zum Schmerzmittel (Meloxicam) gleichzeitig auch das Eisenpräparat verabreicht wurde, hatte zu keinem Zeitpunkt einen nachweisbaren Einfluss auf den Kortisolgehalt im Blut und damit auf das Stressempfinden der Ferkel. Es ist daher anzunehmen, dass die Mischung der Stoffe die schmerzstillende Wirkung nicht vermindert.
Auch die Resorption und Wirksamkeit des Eisendextrans wurde durch die Kombination mit Meloxicam nicht beeinträchtigt, weder bei oraler, noch bei intramuskulärer Applikation.
Die kombinierte Applikation von Meloxicam und Eisendextran in einer Spritze senkt damit nicht nur den Aufwand für den Ferkelerzeuger, sondern auch die Belastung für das zu behandelnde Tier. Es bleibt allerdings zu klären, ob der Landwirt die Präparate in Zukunft mischen darf oder ob die Industrie ein Kombimittel auf den Markt bringt. Lesen Sie hier den Originalbericht.
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Donnerstag, den 26. November 2009 |
 Die Rasse Duroc ist bekannt für hohe Fettgehalte im Fleisch. Es ist bekannt, dass Fleisch mit einem höheren intramuskulären Fettanteil (IMF) einen besseren Geschmack aufweist. Die Universität von Iowa hat untersucht, wie effizient es ist, mit Hilfe von Real-time-Ultraschall in einer reinrassigen Duroc-Population auf den intramuskulären Fettgehalt zu selektieren.
Dabei kam heraus, dass die Selektion auf IMF mittels Real-time-Ultraschall in der Tat effektiv ist, weil sie am lebenden Tier durchgeführt wird und so den Zuchtfortschritt beschleunigt. Über sechs Generationen der Selektion konnte eine 88%ige Verbesserung des IMF realisiert werden: mit 4,53 % IMF in der Selektionslinie gegenüber 2,41 % IMF in der Kontrolllinie, bei der die Tiere für die nächste Generation zufällig ausgewählt wurden. Zudem lieferte die Studie keine statistisch absicherbaren Zusammenhänge zwischen dem IMF und den täglichen Zunahmen der Tiere.
Allerdings sollte keine schnelle Verbesserung erwartet werden, wenn gleichzeitig die Verbesserung anderer Merkmale angestrebt wird. Denn die auf IMF selektierten Schweine wiesen zum Beispiel einen kleineren Lendenmuskel und eine höhere Rückenspeckauflage auf.
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Mittwoch, den 25. November 2009 |
 Die Futteraufnahme unterschied sich zwischen Sauen und Ebern nicht. Kann die Ebermast ökonomisch mit der Mast weiblicher Tiere gleichziehen? Die FH Osnabrück hat 96 unkastrierte männliche und 48 weibliche Ferkel gleicher Herkunft geschlechtergetrennt zur Mast aufgestallt, ausgewertet und nachgerechnet.
Zwar erzielten die Eber höhere biologische Leistungen: Sie nahmen schneller zu und verwerteten das aufgenommene Futter besser als die Sauen. Gleichzeitig erreichten sie jedoch eine um ganze 3 % niedrigere Ausschlachtung und ein geringeres Fleischmaß als die weiblichen Tiere. So waren die Eber bei dem derzeit üblichen Auszahlungspreis von 4 Cent unter dem Basispreis ökonomisch betrachtet im Nachteil gegenüber den Sauen. Auch nach Abzug der Futterkosten und der Kosten für die längere Mastdauer lag ihr Überschuss noch 3,40 € pro Schlachttier bzw. 2 Cents pro kg SG über dem der Eber. Lesen Sie hier den Originalbericht.
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