Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Schwarzenau

[2] Erbsen aus Greening ins Mastfutter? Digital Plus

Schweinehaltenden Betrieben werden Ausgleichszahlungen für sogenannte Greening-Maßnahmen gewährt. Der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen wie Leguminosen ist möglich. Zu diesen zählen u.a. auch Futtererbsen. In einem Versuch sollte geprüft werden, wie sich niedrige bis mittlere Erbsenanteile in den Mastrationen auf die Futteraufnahme, die Mast- und die Schlachtleistungen auswirken. Für den Versuch am LVFZ Schwarzenau wurden 192 Tiere der Rasse Pi x (DLxDE) ausgewählt und auf zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt. Die Schweine wurden in 16 Buchten zu je 12 Tieren auf Betonspalten ohne Einstreu gehalten. Kontrolle: Sojaextraktionsschrot als alleiniger Eiweißträger; Te

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für SUS Abonnenten

Ich kenne meine Anmeldedaten

Email-Adresse oder Benutzername
Passwort
Schweinehaltenden Betrieben werden Ausgleichszahlungen für sogenannte Greening-Maßnahmen gewährt. Der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen wie Leguminosen ist möglich. Zu diesen zählen u.a. auch Futtererbsen. In einem Versuch sollte geprüft werden, wie sich niedrige bis mittlere Erbsenanteile in den Mastrationen auf die Futteraufnahme, die Mast- und die Schlachtleistungen auswirken. Für den Versuch am LVFZ Schwarzenau wurden 192 Tiere der Rasse Pi x (DLxDE) ausgewählt und auf zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt. Die Schweine wurden in 16 Buchten zu je 12 Tieren auf Betonspalten ohne Einstreu gehalten. Kontrolle: Sojaextraktionsschrot als alleiniger Eiweißträger; Testgruppe: Erbsen und Sojaextraktionsschrot als Eiweißträger; Erbsenanteil 3, 5 und 10% in Anfangs-, Mittel- und Endmast. Hier die wichtigsten Ergebnisse: In der Gesamtmast erreichten die Kontrolltiere mit 838 g exakt um 30 g höhere Tageszunahme als die Tiere der Testgruppe mit Erbsen (siehe Übersicht). Allerdings wurde in der Anfangs- und Mittelmast der Kontrollgruppe mehr Lysin analysiert als vorab kalkuliert, sodass sich der Unterschied etwas relativiert. Der Futterverbrauch war mit 2,04 bis 2,09 kg pro Tier und Tag in beiden Gruppen vergleichsweise gering. Unterschiede ließen sich nicht absichern. Gleiches galt auch für den Futteraufwand pro Kilo Zuwachs mit 2,47 beziehungsweise 2,58 kg. Bei den Schlachtleistungen waren keine Unterschiede im Fleisch- beziehungsweise Fettansatz zu erkennen. Der erzielte durchschnittliche Muskelfleischanteil von über 60% ist als sehr gut zu bezeichnen. Bei unterstellten Mehrkosten von 3 €/dt für das Mineralfutter mit dem leicht erhöhten Methioningehalt ergaben sich etwas geringere Kosten für die einzelnen Mastfutter in der Erbsengruppe. Wegen des etwas höheren Futteraufwandes wurden aber 20 Cent höhere Futterkosten je Tier für die Testgruppe ausgewiesen. Fazit: Der Einsatz von Erbsen in Anteilen von 3 bis 10% in der Ration führte im Versuch zwar zu geringeren täglichen Zunahmen von 30 g. Die Schlachtleistungen waren aber gleich. Somit ist die Verwertung von Erbsen aus ökologischen Vorrangflächen insgesamt positiv zu sehen. Kontakt: Wolfgang.Preissinger@lfl.bayern.de Versuchsbericht in der Originalfassung .