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Leipzig

[3] Plazenta bei Dänensauen effizienter Digital Plus

In den vergangenen Jahren ist die Wurfleistung moderner Sauengenetiken kontinuierlich angestiegen. Es ist anzunehmen, dass gleichzeitig die Uteruskapazität zugenommen hat. Eine wichtige Komponente der Uteruskapazität ist die Plazentaeffizienz (Quotient aus Ferkelgewicht und Plazentamasse). Sie beschreibt, wie gut die Plazenta als Schnittstelle zwischen Embryo/Fötus und Sau die Entwicklung der heranwachsenden Frucht unterstützt. An der Klinik für Klauentiere der Universität Leipzig wurde untersucht, ob sich die Plazentaeffizienz rassebedingt unterscheidet. In der Studie wurden insgesamt 419 Ferkel aus 26 Würfen einbezogen. Von den Ferkeln stammten 265 von Sauen der dänischen Genetik (DG) und 154 von Sauen der Rasse Deutsches Sattelschwein (DS). Um die Zuordnung von Ferk

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In den vergangenen Jahren ist die Wurfleistung moderner Sauengenetiken kontinuierlich angestiegen. Es ist anzunehmen, dass gleichzeitig die Uteruskapazität zugenommen hat. Eine wichtige Komponente der Uteruskapazität ist die Plazentaeffizienz (Quotient aus Ferkelgewicht und Plazentamasse). Sie beschreibt, wie gut die Plazenta als Schnittstelle zwischen Embryo/Fötus und Sau die Entwicklung der heranwachsenden Frucht unterstützt. An der Klinik für Klauentiere der Universität Leipzig wurde untersucht, ob sich die Plazentaeffizienz rassebedingt unterscheidet. In der Studie wurden insgesamt 419 Ferkel aus 26 Würfen einbezogen. Von den Ferkeln stammten 265 von Sauen der dänischen Genetik (DG) und 154 von Sauen der Rasse Deutsches Sattelschwein (DS). Um die Zuordnung von Ferkel und zugehöriger Plazenta zu ermöglichen, wurde die Nabelschnur, sofern noch nicht gerissen, unmittelbar nach der Geburt markiert. Auf diese Weise ließen sich insgesamt 211 Plazenten jeweils den Ferkeln zuordnen. Die Ferkel und Plazenten wurden gewogen und vermessen sowie die Ferkelvita-lität beurteilt. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Wurfgrößen unterscheiden sich erheblich. Dänensauen erreichten 17,6 leb. geb. Ferkel/Wurf, die DS-Sauen nur 12,4 leb. geb. Ferkel. Die Ferkel der Dänensauen waren im Schnitt 200 g leichter als die DS-Ferkel (1,20 vs. 1,38 kg). Auch die Plazenten der Sauen dänischer Genetik waren im Schnitt leichter. Innerhalb beider Gruppen bestanden positive Zusammenhänge zwischen Ferkel- und Plazentamasse sowie zwischen Ferkelmasse und Plazentaoberfläche. Bei den deutschen Sattelschweinen bestand eine negative Korrelation zwischen insgesamt geborenen Ferkeln und Ferkelgewicht. Bei Sauen dänischer Genetik trat diesbezüglich keine Korrelation auf. Bei beiden Rassen variierte das Geburtsgewicht innerhalb der Würfe gleichermaßen. Die Plazentaeffizienz war bei den dänischen Sauen größer als bei Sauen der Rasse Deutsches Sattelschwein. Bei der Vitalitätsbeurteilung schnitten die Ferkel der dänischen Sauen etwas schlechter ab als die der Sattelschweine. Zumindest wurden die Noten 2 (mittel) und 1 (schlecht) häufiger verteilt. Fazit: Auch wenn die Würfe dänischer Sauen größer und die Geburtsgewichte kleiner waren, nahm die Streuung der Geburtsgewichte innerhalb des Wurfes nicht zu. Eine plausible Erklärung wäre neben der Plazentaeffizienz auch ein höheres Platzangebot, zum Beispiel durch längere Uterushörner. Kontakt: Nicola König (nicola-lea.koenig@web.de), Prof. Johannes Kauffold (kauffold@vmf.uni-leipzig.de).