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Ames (Iowa/USA)

[3] PRRS-Monitoring mit Hodensaft Digital Plus

Der PRRS-Status einer Sauenherde muss fortlaufend kontrolliert werden. Das Protokoll für ein Monitoring schreibt in den USA vor, monatlich Blut von 30 Absetzferkeln untersuchen zu lassen. Um die Untersuchungskosten zu begrenzen, werden jeweils fünf Proben zu einem Pool zusammengefasst. Wissenschaftler der Veterinärfakultät der Universität von Iowa haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die stressreiche und zeitaufwendige Blutprobenentnahme ersetzt werden kann. In einem größeren Sauenbetrieb wurden die Ferkel am dritten bis fünften Lebenstag kastriert und die Schwänze kupiert. Hoden und Schwanzspitzen wurden in einem Eimer gesammel

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Der PRRS-Status einer Sauenherde muss fortlaufend kontrolliert werden. Das Protokoll für ein Monitoring schreibt in den USA vor, monatlich Blut von 30 Absetzferkeln untersuchen zu lassen. Um die Untersuchungskosten zu begrenzen, werden jeweils fünf Proben zu einem Pool zusammengefasst. Wissenschaftler der Veterinärfakultät der Universität von Iowa haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die stressreiche und zeitaufwendige Blutprobenentnahme ersetzt werden kann. In einem größeren Sauenbetrieb wurden die Ferkel am dritten bis fünften Lebenstag kastriert und die Schwänze kupiert. Hoden und Schwanzspitzen wurden in einem Eimer gesammelt, der zuvor mit einer Plastiktüte ausgeschlagen wurde. Darüber wurde ein Tuch gespannt, sodass austretende Flüssigkeit in die Tüte tropfen konnte. Die so gewonnene Flüssigkeit wurde dann zum Untersuchungslabor geschickt und auf PRRSV untersucht. Ob dieses Vorgehen genauso erfolgreich ist wie die oben beschriebene Blutuntersuchung, sollte ein Vergleichstest zeigen. An insgesamt zwölf Terminen wurden sowohl von 30 Absetzferkeln Blut gezogen als auch die Gewebeflüssigkeit beim Kastrieren und Kupieren gesammelt. Die wichtigsten Ergebnisse: Je Termin konnte ein mittleres Volumen von 49 ml Gewebeflüssigkeit gewonnen werden. Die mittlere Anzahl der Ferkel, die an dem Tag kastriert wurden, lag bei 256. Bei zehn von zwölf Terminen wurde die Gewebeflüssigkeit positiv auf PRRSV-RNA getestet. Bei den Blutuntersuchungen wurden an acht der zwölf Termine in mindestens einer Poolprobe PRRSV-RNA gefunden. Die monatlichen Kosten von 30 untersuchten Ferkelserumproben bzw. sechs Poolproben werden mit 150 USD angegeben. Wird stattdessen wöchentlich der gesammelte Gewebesaft auf PRRSV untersucht, fallen Kosten von 100 USD an. Schlussfolgerungen: Der Test zeigt, dass mit der Untersuchung der Gewebeflüssigkeit im Vergleich zum Standard-Protokoll mittels Blutproben sogar häufiger PRRSV-RNA nachgewiesen werden konnte. Diese Methode erlaubt es, mehr Ferkel häufiger und mit geringerem Aufwand vor Ort zu untersuchen. Kontakt: Daniel C. L. Linhares (linhares@iastate.edu)