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Aarhus (DK)

[4] Hochtragende Sauen dreimal täglich füttern Digital Plus

Sauen in der späten Trächtigkeit werden normalerweise zweimal täglich innerhalb der normalen Arbeitszeit gefüttert – beispielsweise um 7.00 Uhr und um 15.00 Uhr. Das bedeutet, dass wenn eine Sau morgens um 6.00 Uhr mit dem Abferkeln beginnt, sie vor der Abferkelung in den letzten 15 Stunden kein Futter aufgenommen hat. Welche Auswirkung der zeitliche Abstand der letzten Mahlzeit auf die Geburtsdauer hat, war Gegenstand einer Studie am Department of Animal Science der Universität Aarhus. Die Gesamtstudie umfasste 166 Abferkelungen, wobei die Sauen insgesamt 2889 Ferkel zur Welt brachten. Die wichtigsten Ergebnisse:

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Sauen in der späten Trächtigkeit werden normalerweise zweimal täglich innerhalb der normalen Arbeitszeit gefüttert – beispielsweise um 7.00 Uhr und um 15.00 Uhr. Das bedeutet, dass wenn eine Sau morgens um 6.00 Uhr mit dem Abferkeln beginnt, sie vor der Abferkelung in den letzten 15 Stunden kein Futter aufgenommen hat. Welche Auswirkung der zeitliche Abstand der letzten Mahlzeit auf die Geburtsdauer hat, war Gegenstand einer Studie am Department of Animal Science der Universität Aarhus. Die Gesamtstudie umfasste 166 Abferkelungen, wobei die Sauen insgesamt 2889 Ferkel zur Welt brachten. Die wichtigsten Ergebnisse: Startete die Geburt binnen drei Stunden nach der Mahlzeit, war sie im Schnitt innerhalb von weniger als vier Stunden abgeschlossen (s. Übersicht). Wenn die Zeit seit der letzten Mahlzeit drei Stunden überschritt, dauerte das Abferkeln länger. So wurde eine Geburtsdauer von im Schnitt 9 Stunden aufgezeichnet, wenn die Abferkelung acht Stunden nach der letzten Fütterung begann. Die Anzahl totgeborener Ferkel nahm zu, wenn die Zeit von der letzten Fütterung bis zum Ende des Abferkelns ansteigt. Betrug das Zeitintervall von letzter Mahlzeit bis Geburtsende unter 6 Stunden, wurden nur 3,7% totgeborene Ferkel gemeldet. Bei einem Zeitintervall von über 18 Stunden von letzter Mahlzeit bis Geburtsende wurden über 8% Totgeburten erfasst. Ausreichend Ballaststoffe tragen dazu bei, den Energiezustand in der Sau um das Abferkeln zu erhalten und zu verlängern. Auch hierauf ist bei der Rationszusammenstellung zu achten. Fazit: Durch die Sicherstellung einer konstanteren Energieversorgung der Sauen in den Tagen vor dem Abferkeln können Geburtsverschleppungen vermieden und die Zahl der tot geborenen Ferkel gesenkt werden. Deshalb sollte mit der Umstallung der Sauen in den Abferkelstall dreimal täglich z.B. um 7.00 Uhr, um 14.00 Uhr und um 21.00 Uhr gefüttert werden. Gute Erfahrungen liegen vor, wenn zwei Tage vor dem Abferkeln eine gerstenbetonte Mischung vorgelegt wird. Die Tagesration sollte etwa 3 kg betragen. Kontakt: Peter.Theil@anis.au.dk