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Schwarzenau

[6] Mais und Soja thermisch aufbereiten? Digital Plus

Die druckhydrothermische Verarbeitung von Rationskomponenten soll die Verwertung von Nährstoffen optimieren. Ob so verarbeiteter Mais bzw. Soja zu verbesserten Leistungen bei Absetzferkeln führt, sollte ein Versuch am LVFZ Schwarzenau zeigen. Die Rationen in Aufzuchtphase I setzten sich aus 40% Mais, 30% Gerste, 24% Sojaextraktionsschrot, 4% eines konventionellen Mineralfutters mit Aminosäuren, 1% Sojaöl und 1% Fumarsäure zusammen. In Aufzuchtphase II wurde der Anteil von Sojaextraktionsschrot zugunsten von Gerste auf 21% reduziert. Insgesamt wurden 60 abgesetzte, schwanzkupierte Ferkel der Rasse Pi x (DL x DE) auf folgende Versuchsgruppen aufgeteilt: Keine Behandlung von Körnermais oder Sojaextraktionsschrot; Druckhydrothermische Behandlung von Körnermais; Druckhydrothermische Behandlung von

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Die druckhydrothermische Verarbeitung von Rationskomponenten soll die Verwertung von Nährstoffen optimieren. Ob so verarbeiteter Mais bzw. Soja zu verbesserten Leistungen bei Absetzferkeln führt, sollte ein Versuch am LVFZ Schwarzenau zeigen. Die Rationen in Aufzuchtphase I setzten sich aus 40% Mais, 30% Gerste, 24% Sojaextraktionsschrot, 4% eines konventionellen Mineralfutters mit Aminosäuren, 1% Sojaöl und 1% Fumarsäure zusammen. In Aufzuchtphase II wurde der Anteil von Sojaextraktionsschrot zugunsten von Gerste auf 21% reduziert. Insgesamt wurden 60 abgesetzte, schwanzkupierte Ferkel der Rasse Pi x (DL x DE) auf folgende Versuchsgruppen aufgeteilt: Keine Behandlung von Körnermais oder Sojaextraktionsschrot; Druckhydrothermische Behandlung von Körnermais; Druckhydrothermische Behandlung von Sojaextraktionsschrot. Hier die wichtigsten Ergebnisse: Alle getesteten Futtermischungen wiesen eine Verdaulichkeit der organischen Substanz von 91% auf. Die analysierten Gehaltswerte in den Futtermischungen der Versuchsgruppen waren im Rahmen der Analysenspielräume vergleichbar. Im Mittel wurden zwischen 788 und 849 g Futter pro Tier und Tag abgerufen (siehe Übersicht). Im ersten Abschnitt nahmen die Tiere von Gruppe 2 mit 668 g signifikant mehr Futter auf als Tiere der Gruppe 1 mit 534 g und Tiere der Gruppe 3 mit 520 g. Im zweiten Versuchsabschnitt waren die Unterschiede nicht signifikant und der Futterabruf pro Tier und Tag belief sich auf 1039 g (Gruppe 2/Mais), 1054 g (Gruppe 1/Kontrolle) und 1072 g (Gruppe 3/Soja). Zunahmen: In den Gruppen 1 und 2 wurden mit 520 g und 518 g im Mittel des Versuches nahezu identische tägliche Zunahmen festgestellt. Auch wenn in Gruppe 3 (Soja) mit 547 g um knapp 30 g höhere tägliche Zunahmen beobachtet wurden, sind die Unterschiede statistisch nicht abzusichern. In beiden Aufzuchtphasen und im Versuchsmittel wurde in Gruppe 3 der günstigste Futteraufwand errechnet. Gegenüber Gruppe 2 waren die Unterschiede durchgängig signifikant. Im Versuchsmittel betrug der Futteraufwand pro kg Zuwachs 1,45 kg in Gruppe 3, 1,52 kg in Gruppe 1 und 1,64 kg in Gruppe 2. Fazit: Über die gesamte Aufzucht führte die druckhydrothermische Verarbeitung von Körnermais bzw. Sojaextraktionsschrot gegenüber der Kontrolle nicht zu besseren Leistungen. Jedoch war in der Maisgruppe die Futteraufnahme in der ersten Phase erhöht. Vermutlich hat die Verarbeitung von Körnermais zu einer Verbesserung der Schmackhaftigkeit des Futters geführt. Die druckhydrothermische Verarbeitung von Mais ist somit insbesondere bei jüngeren Tieren bzw. zum Absetzzeitpunkt zu diskutieren. Kontakt: Wolfgang.Preissinger@LfL.bayern.de