ASP-Ausbruch in polnischen Mastbetrieb

Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde ein Hausschweinebestand infiziert.

In Polen wurde zum zweiten Mal in diesem Jahr ein ASP-Ausbruch in einem Hausschweinebestand gemeldet. Der Betrieb mit knapp 3.400 Mastschweinen liegt im Bezirk Miedzychód in der schweinedichten Provinz Großpolen und wurde am 26. Mai positiv auf die Tierseuche getestet. Die Keulung des Bestandes und Desinfektion des Betriebsgeländes ist bereits angelaufen.

In direkter Umgebung des Betriebes, der rund 110 km von der Grenze zu Deutschland entfernt liegt, waren in den letzten Wochen drei ASP-positive Wildschweine gefunden worden. Das hatte die Behörden insofern überrascht, weil seit September des vergangenen Jahres keine Seuchenfälle in Großpolen gemeldet worden waren. Der nächste bekannte Seuchenherd befindet sich erst in mehr als 50 km Entfernung. Nun soll das Gebiet nochmal großflächig abgesucht und auch mit Drohnen überflogen werden.

Trotz des jüngsten Falles wurde die ASP verglichen mit dem Vorjahr relativ erfolgreich aus den polnischen Hausschweinebeständen rausgehalten. In 2020 waren insgesamt 103 Schweinehaltungen infiziert worden. Dabei handelte es sich aber um größtenteils Hinterhofhaltungen und nur wenige größere, professionelle Betriebe. Seit dem Ausbruch der ASP im Jahr 2014 sind in dem Land 342 Betriebe der Seuche zum Opfer gefallen.