ASP-Funde: 1.000er-Marke geknackt

Ostdeutschland meldet mehr als 1.000 ASP-infizierte Wildschweine. EU-Gelder sollen den Zaunbau beschleunigen.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium vergangenen Donnerstag mitteilte, ist die Brüssler EU-Kommission bereit, die Errichtung von Schutzzäunen gegen die Ausbreitung der ASP finanziell zu unterstützen. Der Zaunbau und die Finanzierung fallen laut Ministerium in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer. Die Kommission habe signalisiert, auf Grundlage der angegebenen Kosten eine Finanzhilfe in Höhe von 9 Mio. € für Sachsen und Brandenburg zu gewähren. Bereits in der zweiten Aprilwoche teilte die Landesregierung in Potsdam mit, dass die Errichtung eines festen Zaunes entlang der brandenburgisch-polnischen Grenze ist fast abgeschlossen ist. Gegenwärtig diskutiere man mit dem Bund die Errichtung einer Sicherheitszone auf deutschem Boden als Alternative zu einer gemeinsamen Weißen Zone mit Polen.
Wie das Brandenburger Landwirtschaftsministerium weiter mitteilte, können auch die von der Tierseuche betroffenen Landwirte finanzielle Hilfen für bestimmte Mehrkosten erhalten. So müssten Schweinehalter bei Verbringung ihrer gesunden Tiere in und aus dem Restriktionsgebiet angeordnete veterinärrechtliche Zusatzmaßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche ergreifen. Außerdem verlängerten sich die Transportwege zur Schlachtung, weil etliche Schlachthöfe in Brandenburg und Umgebung keine Tiere aus den Restriktionszonen annähmen. Betriebe, die in den Kerngebieten und den weißen Zonen Feldfrüchte anbauen, sind zudem angehalten, in der Frühjahrsbestellung statt Mais eher niedrig wachsende Kulturen anzupflanzen, um eine effektive Wildschweinjagd zu ermöglichen. Auch hier können höhere Kosten für längere Vermarkungswege entstehen. Dem Ministerium zufolge können solche Zusatzkosten bis maximal 20 000 € je Betrieb ausgeglichen werden.
Weitere, strikte Maßnahmen gegen die ASP sind unverzichtbar. So stieg die Zahl der mit dem ASP-Virus infizierten Wildschweine seit dem ersten Ausbruch im vergangenen September in Deutschland inzwischen auf nahezu 1.000 Tiere. AgE