ASP: Jetzt 641 Fälle bestätigt

Neue Funde in Brandenburg und Sachsen lassen die Anzahl der ASP-infizierten Wildschweine auf bundesweit 641 steigen.

In Ostsachsen sind weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) entdeckt worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden zwölf Wildschweine positiv getestet. Damit stieg die Zahl der Fälle im Freistaat auf 31. "Die positiven ASP-Befunde belegen, dass wir ein aktives Infektionsgeschehen innerhalb des gefährdeten Gebietes haben", erklärte Ministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag.

Die neuen Fundorte sind südlich des Truppenübungsplatzes Oberlausitz im Niederspreer Teichgebiet, einem großen Naturschutzgebiet nordwestlich von Neusorge, hieß es. Das Gebiet bestehe aus vielen Teichen und sei in die Heidelandschaft eingebettet. Das Gebiet sei für Wildschweine ein natürlicher Lebensraum und schwer zugänglich.

Die Zahl der amtlich bestätigten Fälle Afrikanischer Schweinepest (ASP) ist in Brandenburg auf 610 gestiegen. Ein Fund liege wenige hundert Meter außerhalb des Kerngebietes im Landkreis Märkisch-Oderland, teilte das Verbraucherschutzministerium am Freitag mit.

Der Kadaver sei innerhalb der Weißen Zone und somit im Gefährdeten Gebiet entdeckt worden, aber außerhalb des bestehenden umzäunten Kerngebietes in Märkisch-Oderland, hieß es. Der äußere Ring der Weißen Zone ist nach den Angaben mit einem festen Zaun bereits komplett umschlossen. Durch den neuen Fund müsse das Gebiet angepasst werden und das Kerngebiet erneut erweitert werden.