ASP-Troika trifft sich erneut

Deutschland, Polen und Tschechien vereinbaren weitere abgestimmte Maßnahmen und Kooperationen gegen ASP.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, ihr polnischer Amtskollege, Grzegorz Puda, und ihr tschechischer Amtskollege, Miroslav Toman, haben sich in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die ASP ausgetauscht. Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fand das Treffen virtuell statt.
In einer gemeinsamen Erklärung vereinbarten die Minister der drei Länder unter anderem:

  • Die Bekämpfungsmaßnahmen in den Grenzgebieten werden noch intensiver abgestimmt. Das umfasst etwa die Kadaversuche oder den Bau bzw. die Wartung von Wildschweinbarrieren.
  • Auf lokaler und regionaler Ebene soll der Informationsaustausch unter denjenigen, die die Seuche bekämpfen, grenzüberschreitend, direkt und unkompliziert zwischen Jägern, Forstbeamten und Veterinären möglich sein.
  • In einer gemeinsamen Initiative sollen von der Europäischen Kommission mehr Finanzmittel für Entschädigungen, Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen gefordert werden.
  • Bei der Bejagung von Wildschweinen werden konkrete Absprachen getroffen: Grundsätzlich soll die Bejagung verstärkt werden, um die Wildschweinpopulation zu verringern und so das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus zu vermindern.
  • Auf Drück- und Treibjagden soll im Grenzgebiet (20 Kilometer) verzichtet werden, damit keine Tiere aufgescheucht und die Seuche so – auch über Grenzen – verschleppt wird.

Die Original-Pressemitteilung des BMEL, welche auch eine gemeinsame Erklärung der Troika enthält, finden Sie hier.