ASP-Update: Weitere Fälle in MV

Der jüngste Fall liegt außerhalb des bisherigen Restriktionsgebietes.

Aktuell meldet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) fast täglich neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Wildschweinebestand. Nach neuestem Stand (3.12.2021) sind bislang rund 2.900 ASP-Nachweise bei Wildschweinen und 4 bei Hausschweinen erbracht worden.

Für Besorgnis sorgte in den letzten Tagen der jüngste Fall in Mecklenburg-Vorpommern. Im bereits betroffenen Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde ein weiteres positives Wildschwein gefunden, allerdings außerhalb der bisher eingerichteten Kernzone des Restriktionsgebietes und im unmittelbaren Grenzgebiet zu Brandenburg. Wie das dortige Landwirtschaftsministerium weiter mitteilte, wurde der Überläufer bei einem Verkehrsunfall bei Redlin getötet. Die anschließende Routineuntersuchung beim zuständigen Landeslabor deckte dann den neuen Seuchenfall auf. Da auch ein ehemaliges Truppenübungsgelände in das neue Restriktionsgebiet fällt und der Wildschweinebestand dort bekanntermaßen hoch ist, gehen die Behörden vor Ort von einem aktiven ASP-Geschehen aus.

Zudem liegt der Fundort nur 300 m von der Grenze zu Brandenburg entfernt, womit erstmals im deutschen Pestgeschehen zwei Bundesländer in die Ausweisung der Sperrgebiete involviert sind. Zudem war vor wenigen Tagen bekannt geworden, dass es sich bei dem ASP-Virus in Mecklenburg-Vorpommern (MV) um denselben Virustyp handelt, der auch Brandenburg heimsucht. MV-Agrarminister Dr. Till Backhaus appellierte in diesem Zusammenhang nochmals an die Jägerschaft, bei Drückjagden entsprechende Hygienemaßnahmen zu beachten.

In der aktuellen SUS 6/2021 kommen im Beitrag „Brauchen Wildschweinfreie Zonen“ u.a. ein Betriebsleiterpaar aus Brandenburg zu Wort, die mit ihrer Mastanlage zwischen zwei Restriktionsgebieten liegen. Zudem schildert ein Jagdexperte die verschiedenen Ansätze, um die ASP im Wildschweinebestand unter Kontrolle zu bringen.


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