ASP: Bessere Abstimmung mit Polen

Sachsen und Brandenburg wollen die ASP-Bekämpfungsmaßnahmen verstärken.

Zuletzt wurde Kritik an der ASP-Bekämpfung in Sachsen laut. Nun setzt der Freistaat im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) einen Koordinator zur Reduzierung der Wildschweinbestände ein. Ein Fachmann aus dem Landkreis Görlitz ist seit Anfang Mai für diese Aufgabe abgestellt. Um wen es sich genau handelt, verrät das Sozialministerium nicht.

Der Forstwirt und Jäger soll die Entnahme der Tiere aus den Restriktionsgebiet schrittweise verstärken. Derzeit erfolgt die Beschaffung von Saufanganlagen, die Positionierung der Fänge in den Restriktionszonen sowie die Rekrutierung und Schulung von Jägern für den Einsatz an den Fängen. Zudem werden auf ausgewählten Flächen Schwarzwildbestände mittels Drohnen und Wärmebildkameras bestimmt und lokalisiert. Eine weitere wichtige Aufgabe sei die Dokumentation der Aktivitäten und Funde gegenüber dem Landestierseuchenbekämpfungszentrums LTBZ.

Auch die Brandenburger Grenzkreise wollen die ASP-Bekämpfungsmaßnahmen verstärken. Hier soll es künfig einen intensiveren Austausch mit polnischen Grenzkreisen geben. Die Wojewodschaft Lebus in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnischen Grenze war in letzter Zet wieder von positiven Funden betroffen, so dass hier weiterhin Grund zu hoher Wachsamkeit besteht. In Zukunft wolle man sich z.B. bei anstehenden größeren Jagden gegenseitig besser informieren.

Wie dem Tierseucheninformationssystem (TSIS) zu entnehmen ist, wurden in den letzten Tagen in Brandenburg und Sachsen weitere ASP-Fälle gemeldet. Den höchsten Anstieg an Fällen verzeichnete der Landkreis Görlitz, Sachsen, und Oder-Spree, Brandenburg.Insgesamt gibt es damit jetzt 1.169 bestätigte ASP-Fälle in Deutschland. Die deutschen Hausschweinbestände sind nach wie vor frei von der ASP.