Polen: ASP trifft Veredlungszentrum

In der westlichen Provinz Großpolen sorgen ASP-Fälle bei Hausschweinen für Unruhe.

In Polen hat das Aufflackern der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinebeständen das Seuchengeschehen deutlich verschärft. Anfang Juni meldeten die Behörden den ASP-Ausbruch in einem Kombibetrieb mit knapp 2.000 Schweinen in der Gemeinde Włoszakowice. Das Fatale: der Betrieb liegt in der westlichen Provinz Großpolen. In der veredlungsdichten Regionen stehen fast 40 % des polnischen Schweinebestandes von insgesamt 10,2 Mio. Tieren. Inzwischen bestätigten die Veterinärbehörden auch die Ausweitung der Seuche auf einen weiteren Hausschweinebestand mit 82 Sauen und angeschlossener Mast sowie einen dritten Betrieb mit Hinterhofhaltung in direkter Nähe des ersten Falls. Zwischen dem ersten und zweiten ASP-Ausbruch wurden Wildschweinkadaver mit bestätigtem ASP-Vorkommen gefunden.
Im Seuchengebiet bis 3 km um die infizierten Betriebe gibt es 81 Betriebe mit 8.311 Schweinen. In der Überwachungszone von 7 km um die Schutzzone herum gibt es 167 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 12.600 Schweinen.
Insgesamt hat Polen in diesem Jahr bereits mehr als 1.100 ASP-Fälle bei Wildschweinen bestätigt. Aufgrund der zunehmenden Seuchenausbrüche bei Hausschweinen wächst nun insbesondere in der Veredlungsregion Großpolen die Sorge, dass sich das Geschehen rasch auf weitere Schweinehaltungsbetriebe ausweiten könnte.