Corona-Hilfen verlängert

Schweinehalter können von dem bis Ende 2021 verlängerten Förderzeitraum profitieren.

Während es für die meisten Bereiche der Wirtschaft wieder bergauf geht, dauern die Corona-bedingten Einschränkungen in einigen Branchen weiter an. Die Bundesregierung verlängert deshalb die Überbrückungshilfe III Plus über den 30. September hinaus bis zum 31. Dezember 2021. Die Details für die Verlängerung bis Jahresende sind nun finalisiert. Dabei werden die bewährten Förderbedingungen der Überbrückungshilfe III Plus weitgehend beibehalten. Die Förderung kann vermutlich bis Ende Januar Nächsten Jahres beantragt werden, Sofern es bei den bisher gültigen Fristen bleibt.
Das Hauptkriterium für die Förderung bleibt der Umsatzrückgang des Unternehmens infolge der Coronapandemie. Wobei der Betrieb mindestens eine Umsatzeinbuße von 30 % nachweisen muss, um die Hilfsmittel zu erhalten. Die Ermittlung der Umsätze erfolgt monatlich. Als Referenz gilt der jeweilige Monat des Jahres 2019, also die Zeit vor Corona.
Erste Kalkulation der ISN-Interessengemeinschaft zeigen, dass die deutschen Sauenbetriebe in den Monaten August und September in der Regel Umsatzeinbußen von deutlich mehr als 30 % hatten und dementsprechend förderfähig sind. In der Mast zeigen die Kalkulation für die beiden Monate eine Umsatzeinbuße um 30 %. Hier ist einzelbetrieblich zu prüfen, ob eine Förderung beantragt werden kann. Die Kalkulation und die Antragstellung laufen über die Steuerberater. Aufgrund der nicht unerheblichen Fördersumme sollten interessierte Betriebe kurzfristig Kontakt zu ihrem Steuerberater aufnehmen. Berechnungen der ISN zeigen, dass zum Beispiel ein 300er-Sauenbetrieb durchaus monatliche Förderungen von 15.000 € und mehr erhalten kann.