Fördergeld effektiv nutzen

Schweinehalter sollten in der Krise verschiedene Fördertöpfe prüfen.

Die Schweinehalter stehen vor riesigen finanziellen Hürden. Gerade in der Krise gilt es, Fördermittel effektiv zu nutzen:

  • Die Rentenbank fördert seit Januar u. a. Maschinen zur Düngung und zum Pflanzenschutz, die Erweiterung und Abdeckung von Güllelagern sowie die Separierung von Wirtschaftsdünger. ­Leider war das Programm sofort überzeichnet. Berlin will jetzt Mittel aus dem zweiten Halbjahr vorziehen. Aus Sicht des BRS sollten weitere Verfahren auf­genommen werden, die z. B. in der TA Luft als Best Practise gelistet sind.
  • Das Corona-Konjunkturprogramm stellt für Stallum- und -ersatzbauten 300 Mio. € bereit. Dies soll die Um­­setzung der Haltungs-VO erleichtern. Die Mittel werden aber kaum abgerufen, weil die Ausführungshinweise zur ­Verordnung fehlen und die Antragsfristen zu kurz sind. Nach Kritik wurde die Antragsfrist auf 2022 erweitert.
  • Corona-Hilfe III: Nach Öffnung der Förderkriterien sollte das neue Programm auch für Landwirte zugänglich sein. Neben bestimmten Fixkosten können Futter und Tierarztkosten gefördert werden. Es muss ein Umsatzrückgang von mindestens 30 % nachweisbar sein. Es lohnt sich, die Fördermöglichkeit z. B. mit dem Steuerberater zu prüfen.
  • Bundesprogramm Ausbildungsplätze: Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, können eine Ausbildungsprämie plus Zuschüsse von 2 000 € je Ausbildungsvertrag beantragen. Sie müssen z. B. nachweisen, dass der Umsatz im April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um mindestens 60 % niedriger ist. Eine Ausweitung von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten oder in fünf zusammenhängenden Monaten mit mindestens 30 % Umsatzeinbuße ist geplant. -BRS-