Gas: Notfallplan verschont Agrarsektor

Für Landwirte sollen keine Einsparverpflichtungen beim Gas gelten.

Zumindest in diesem Punkt können die Schweinehalter vorerst aufatmen: Sollte es zu einer drastischen Verknappung beim Flüssig- und Erdgas kommen, soll der Agrarsektor und damit auch die Schweinehalter weitgehend von Einsparverpflichtungen ausgenommen bleiben. Dies geht aus den Beschlüssen des EU-Energieministerrates zum Gas-Notfallplan hervor.
Gemäß dem Kommissionsvorschlag müssen die Mitgliedstaaten alle erforderlichen Anstrengungen unternehmen, um ihren Gasverbrauch zwischen dem 1. August 2022 und dem 31. März 2023 im Vergleich zum selben Zeitraum der fünf Vorjahre um mindestens 15 % zu verringern. Die Produzenten von Lebensmitteln bzw. Agrarrohstoffen und auch die Düngemittelhersteller sollen dabei weitgehend verschont bleiben.
Insbesondere in den Ferkelerzeugerbetrieben aber auch in der Schlacht- und Molkereibranche gab es große Sorgen, wie die Produktion bei einer Gasknappheit aufrechterhalten werden sollte.