NL: Teures Futter treibt Produktionskosten hoch

Die Mäster mussten zudem für Ferkel tiefer in die Tasche greifen.

Für die niederländischen Schweinehalter hat sich die Produktion erneut verteuert. Wie aus aktuellen Berechnungen der Universität Wageningen hervorgeht, waren die Kosten in der Schweinemast im Zeitraum Juli 2020 bis Ende Juni 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 % höher. Damit summierten sich die Kostenaufschläge in den vergangenen drei Jahren auf insgesamt 10 %. Nach Angaben der Wissenschaftler erhöhten sich vor allem die Aufwendungen für Ferkel, nämlich um 5 %. Außerdem habe sich das Futter deutlich verteuert. Die jährlichen Produktionskosten pro Sau bezifferten die Fachleute zuletzt auf 1 707 €; das entsprach im Vorjahresvergleich einem Aufschlag von 89 € oder 5,5 %. Von dieser Verteuerung entfielen allein 80 Euro auf zusätzliche Futterkosten.

Die jährlichen Kosten der Ferkelerzeugung stiegen den Ökonomen zufolge unter dem Strich im Berichtszeitraum um etwa 5 %, obwohl sich die durchschnittliche Zahl der abgesetzten Ferkel um 0,2 auf 30,3 Stück je Sau und Jahr erhöhte. Die Investitionskosten je Sauenplatz bezifferten die Wageninger Experten für das Berichtsjahr auf 3 400 €, nach 3 240 € in der entsprechenden Vorjahreszeit. Gleichzeitig seien die erforderlichen Gebäudeinvestitionen je Mastschweineplatz um 28 € auf 568 € gestiegen. Allerdings waren die Zinskosten für Gebäude sowohl bei Schlachtschweinen als auch bei Sauen in den zurückliegenden zwölf Monaten im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig, was mit niedrigeren Zinsansätzen begründet wird. AgE