Amerikaner stocken um 1 Mio. Schweine ab ​ ​ ​

Der Bestandsabbau wird vermutlich zu geringeren Exportmengen führen.

Der Abbau der Schweinebestände in den USA hat sich in diesem Herbst weiter fortgesetzt, allerdings in abgeschwächter Form. Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden zum Stichtag 1. September 2022 insgesamt 73,80 Millionen Schweine gehalten; das waren 1,07 Millionen Stück oder 1,4 % weniger als zwölf Monate zuvor. Bereits seit Ende 2020 werden bei den vierteljährlichen Erhebungen rückläufige Tierzahlen im Vorjahresvergleich gemeldet, die im zweiten Halbjahr 2021 mit Abnahmeraten von rund 4 % aber deutlich höher ausgefallen waren. Geringer als jetzt war der US-Schweinebestand in einem Herbst zuletzt 2017. Laut der jüngsten Zählung waren Bestandsrückgänge in allen Gewichtskategorien festzustellen.

Der rückläufige Schweinebestand wird sich in diesem Jahr in einer geringeren Schweinefleischerzeugung der USA niederschlagen. In seiner jüngsten Prognose geht das USDA davon aus, dass die Erzeugung gegenüber 2021 um 246 000 t oder 2,0 % auf 12,31 Mio. t sinkt. Ein Jahr zuvor war diese bereits um 285 000 t beziehungsweise 2,2 % rückläufig gewesen. Das kleinere Angebot wird den US-Analysten zufolge 2022 vor allem zu geringeren Schweinefleischexporten führen; diese sollen gegenüber dem Vorjahr um 241 000 t oder 7,6 % auf 2,95 Mio. t abnehmen. Dazu trägt aber auch die starke Kaufzurückhaltung Chinas bei. Die Bezüge der Volksrepublik an US-Schweinefleisch brachen in den ersten sieben Monaten 2022 um die Hälfte auf 262 900 t ein. AgE